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4 (1852)
Entstehung
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„Kann ich irgend etwas weiter für Euch thun, mein armerBursche?" fragte sic, sich Tonlls Lager nähernd. „Soll ich Euchnoch mehr Wasser geben?"

Es lag eine aumuthige, theiinahmvollc Weiche i» ihrer Stimmeund ihrem Wesen, indem sic dies sagte, und dies bildete einen auf-fallenden Coutrast gegen ihre frühere Wildheit.

Tom trank bas Wasser und sah ihr ernst und mitleidig in dasGesicht.

„Ach, Missis," sagte er, „ich wünschte, Ihr könntet zu Ihmgehen, der Euch das Wasser des Lebens reichen kann."

„Zu ihm gehen! Wo ist er? Wo ist er?" sagte Cassh.

„Er, von dem Ihr mir vorlas't — der Herr!"

„Ich sah sein Bild über dem Altar, als ich Mädchen war,"sagte Cassh, und ihre dunklen Augen nahmen den Ausdruck trauer-voller Träumerei an, „aber er ist nichthier! Hier ist nichts alsSünde und lange, lange, lange Verzweiflung! O!" Sie legte dieHände auf die Brust und zog den Atheui ein , als müßte sic ein schwe-res Gewicht aufhebcu.

Tom wollte wieder sprechen, aber sie schnitt ihm das Wort durcheine entschiedene Bewegung ab.

„Sprecht nicht, mein armerBursche. Versucht zu schlafen, wennIhr könnt." Und Wasser in seinen Bereich stellend und zu seincr Bc-quemlichkeit thucnd, was sie vermochte, verließ Cassh das Gemach.

Fünfunddreißigstes Kapitel.

Vie Zeichen.

Flu kleiner Anlaß, der sich eingeschlichen,

Bringt in die Brust zurück, was längst entwichenDas Herz gewöhnt: ein Laut, ein süßer Klang, —

Daß Meer — der Wind aus fernen Himmelsstrichen —Der Frühling — eine Blume macht unS bang,

Berührt die Kette, die elektrisch uns umschlang.

Ritter Harold's Pilgerfahrt, 4. Gesang.

Das Wohngcmach in Legree's Hause war ein großes langesZimmer mit einem geräumigen Kamin. Es war einst mit einer kost-