Druckschrift 
4 (1852)
Entstehung
Seite
84
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lichkcit der Flucht überdacht und alle als unausführbar oder hoffnungs-los verworfen; doch in diesem Augenblick durchzuckte sir ein Plan, soeinfach und ausführbar in allen seinen Einzclnhcitcn, daß er plötzlichHoffnung erweckte,

Vater Tom, ich will es versuchen," sagte sie rasch.

Amen," entgegnetc Tom.Der Herr stehe Euch bei!"

Neummddrcißigstes Kapitel.

Vie Kriegslist.

Der Weg des Schlechten ist wie Finsterniß, erweiß nicht, worüber er strauchelt.

Der Boden des Hauses, welches Legrer bewohnte, glich denmeisten; ein großer, öder Raum, staubig, mit Spinpengewebcn be-hängen, und ungefüllt mit altem Gerümpel. Die reiche Familie,welche das Haus in den Tagen seines Glanzes bewohnte, hatte eineMenge prachtvollen Hausgcräths mitgcbracht, von dem sie mancheswieder mit hinwegnahm, wählend anderes in feuchten, unbewohntenGemächern stand, oder an diesem Orte überrinandergeworfen war;ein oder zwei gewaltige Kisten, in denen Alles hergebracht wordenwar, standen an den Seiten des Bodens. Ein kleines Fenster ließdurch seine trüben, bestaubte» Scheiben ein sparsames unsicheres Lichtauf die hoiblehnigen Stühle und staubigen Tische fallen, die einst bes-sere Tage gesehen hatten. Im Ganzen war cs ein unheimlicher, gc,-sterartiger Ort und bedurfte keiner Legende unter den abergläubischenNegern, ln» seine Schrecken ni erhöhen. Vor einigen Jahren warein Ncgcrweib, das Legree's Mißfalle» erweckte, mehrere Wochendort cingespcrrt worden. Was hier vorging, sagen wir nicht; dieNeger pflegten es einander nur zuzuflüstcrn, doch so viel wußte man,daß der Körper des unglücklichen Geschöpfes eines Tages von dortabgeholt und begraben worden war; seit jener Zeit sagte man, daßVerwünschungen und Flüche und der Klang heftiger Schläge durchden alten Boden zu tönen pflegten, untermischt mit Klagen und Ge-