Druckschrift 
4 (1852)
Entstehung
Seite
131
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Die einzelnen Ereignisse, welche die Erzählung bilden, sind ingroßer Ausdehnung authentisch, und viele derselben trugen sich ent-weder unter ihren eignen Augen zu, oder unter denen ihrer persön-lichen Freunde. Sie oder ihre Freunde haben Charaktere beobachtet,weiche beinahe alle» denen gleichen, die hier eingeführt sind; vieleder Reden sind Wort für Wort so, wie sie selbst sic hörte oder sie ihrmitgetheilt wurden.

Die persönliche Erscheinung Elisens, der ihr beigelegte Charak-ter, sind Schilderungen aus dem Leben. Die unbestechliche Treue,Frömmigkeit und Redlichkeit Onkel Tom's fand nach ihrer persön-lichen Kenntniß mehr als einmal statt. Einige der traurigsten undromantischesten Ereignisse, einige der fürchtcrtichste» Umstände, ge-hören ebenfalls der Wirklichkeit an. Das Ereigniß der Mutter, welcheüber das Eis des Otsioflusscs ging, ist eine wolilbckannte Thatsache.Die Gcschichec der alten Prue trug sich unter der persönlichen Be-obachtung eines Bruders der Verfasserin zu, der damals Cassircreines großen Handlunqshauses in Neu-Orleans war. Aus dersel-ben Quelle wurde der Charakter des Pflanzers Legrcc geschöpft. Vonihm schrieb ihr Bruder so, indem er von einem Besuche aus seiner Pflan-zung zum Behuf der Einziehung von Geldern sprach:Er ließ michscineFaust fühlen, die hart war, wie ein Schmiedehammer, und sagtemir, er hätte sie dadurch gehärtet, daß er Niggers damit niederge-schlagen. Als ich die Pflanzung verließ, that ich einen langenAthemzug, und es war mir zu Muthc, als wäre ich der Höhle eiiwsWährwolfs entflohen."

Daß das tragische Schicksal Tom's in der Wirklichkeit auch oftvorkam, kann durch lebende Zeugen im ganzen Lande bestätigt werden.Man möge sich daran erinnern, daß cs in allen südlichen Staatenein Rcchtsgrnndsatz in. daß keine farbige Person jemals in einemProccffc gegen eine» Weißen zeugen kan», und leicht wird man sehen,daß ein solcher Fall sich überall ereignen kann, wo die Leidenschafteneines Menschen dicRücksichte» auf seinen Vortheil überwiegen und einSclave genug Mannheit oder Grundsätze hat, seinem Willen zuwiderstehen. Es giebt in der That nichts, was das Leben des Skla-ve» beschützen kann, als der Charakter des Herrn. Thatsache».die zu erschütternd sind, um nicht gelegentlich in Erwägung gezogenzu werde» , finden ihren Weg zu dem öffentlichen Ohr, und die Be-