38
ich nicht 1200 Dollars für Alles, was in Deiner verfluchten altenHant steckt? Wurde nicht mein jetzt, Leib »nd Seele?" sagte er,indem er Tom mit seinem schweren Stiefel einen heftigen Tritt ver-setzte. „Sag"!"
In der Tiefe körperlichen Leidens, niedcrgebeugt durch rohe Be-drückung , erweckte diese Frage eine» Strahl der Freude und des Tri-umphes tu Tom's Seele, Er richtete sich plötzlich empor, sah ernstzum Himmel auf, und während Thränen und Blut über sein Gesichtranne», rief er aus :
„Nein, nein, nein! Meine Seele gehört Euch nicht, Mas'r!Die habt Ihr nicht gekauft — könnt sie nicht kaufen! Sie gehörtDem, der sie bewahren kann; gleichviel, gleichviel, Ihr könnt mirnichts aubabcu!"
,,Jch kann nicht!" sagte Legrer höhnisch, „Wir wollen seben!Hier! Sambo! Quimbo! Gebt diesem Hund so viel, daß er es ineinem Monat nicht übersteht,"
Die beiden ricsenmäßigcn Neger, welche Tom jetzt ergriffen,wilde Lust in ihren Blicken, wären treffende Bilder für Engel derFinsterniß gewesen. Die arme Frau schrie angstvoll auf, und Alleerhoben sich , wie durck einen gemeinsamen Antrieb, während Tomwiderstandslos fvrtgcschleppt wurden
Vierunddreißigstes Kapitel.
Vle Geschichte ver Liiadrone.
Ich wandte mich und sah Alle. die Unrecht leiden unterder Sonne: und siche, da waren Tbränen derer, so Unrechtlitten, und hatten keinen Tröster, und die ihnen Unrecht tha«ten, waren zu mächtig, dap sie keinen Tröster haben konnten.Da lobte ich die Todten, die schon gestorben waren , mehr,denn die Lebendigen, die noch das Leben hatten.
Pred. Sal. IV, 1. 2.
Es war spät in dor Nacht, und Tom lag seufzend und blutendallein in einem alten verlaffencn Raum des Baumwollenhauses unter