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„He he he!" sagte ein Anderer. „Ihr werdet wissen, wie gutes ist, Missis!"
„Wellen sic arbeiten sehen!"
„Wundere mich, ob sic zur Nacht ihr Theil kriegen wird, wiedie klebrigen!"
„Ich froh sein, wenn ich sie sehe nieder unter Peitschen !" meinteein Anderer.
Die Frau achtete nicht auf diese höhnischen Reden, sondern gingmit demselben Ausdrucke des Zorns vorwärts, als hätte sic nichtsgehört. Tom hatte beständig unter civillsirten Menschen gelebt undunwillkürlich fühlte er aus ihrem ganzen Wesen und Benehmen, dastsic zu dieser Classe gehöre; aber wie oder auf welche Weise sie indiese entwürdigende Lage gekommen war, konnte er nicht ergründen.Die Frau sah ihn auch nicht an, noch sprach sie mit ihm, obgleichsie während des ganzen Weges zu dem Felde dicht an seiner Seiteblieb.
Tom war bald eifrig bei seiner Arbeit beschäftigt, doch da dieFrau nicht weit von ihm entkernt war, blickte er oft zu ihr hinüber.Er sah auf einen Blick, daß eine angeborne Gewandtheit und Behen-digkeit die Aufgabe für sie leichter machte, als sic für viele Anderewar. Sie sammelte rasch und sauber und mit einem Ausdrucke desBcrdrusses, als ob sic sowohl die Arbeit, als die Dcmüthigung derUmstände verachtete, in die sie sich versetzt sah.
Im Laufe des Tages arbeitete Tom mit der Mulattin, welche zu-gleich mit ihm gekommen war. Sie litt offenbar sehr, nnd Tomhorte sic öfters beten, wie sie zitterte und bebte und nahe daran schien,umzufallcn. Schweigend warf Tom, wenn er in ihre Nähe kam,einige Hände voll Baumwolle aus seinem eignen Sack in den ih-rigen.
„Ach, nicht!" sagte die Frau, indem sic überrascht aussah, „eswird Euch in Verdruß bringen."
Eben da kam Sambo herzu. Er schien eine besondere Piqueauf diese Frau zu haben, und seine Peitsche schwingend, sagte jer inrohem Kehltone:
„Was ist das da, Luey?" und indem er dem Weibe mit seinemschweren Schuh einen Tritt versetzte, hieb er Tom mit der Peitscheüber das Gesicht.