Druckschrift 
3 (1852)
Entstehung
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die schwarze Hand und die weiße gleich fest. Er murmelte leise, undin Zwischenräumen:

Die Worte, die er eben diesen Abend gesungen hatte, kamenihm offenbar in den Sinn, Worte des Flehens, an die unendlicheBarmherzigkeit gerichtet. Seine Lippen bewegten sich zuweilen untereinzelnen abgebrochenen Lauten.

Er redet irre," sagte der Arzt.

Nein, die Hei math kömmt endlich," sagte St. Cläre kräf-tig.Endlich! Endlich!"

Die Anstrengung erschöpfte ihn. Die Bläffe des Todes überzogsein Gesicht, doch zugleich verbreitete sich über dasselbe ein beseligenderAusdruck des Friedens, wie bei dem müden Kinde, das entschlummert.

So lag er einige Augenblicke. Die Umstehenden sahen, daßdie mächtige Hand auf ihm lag. Kurz zuvor, ehe der Geist entfloh,öffnete er die Augen mit einem plötzlichen Ausdrucke der Freude undres Wiedcrerkennens, flüsterte:Mutter!" und war nicht mehr.

Neunundzwanzigstes Kapitel.

Sie Schutzlosen.

Wir hören oft von dem Schmerz der Negersklaven über denVerlust eines gütigen Herrn, und mit gutem Grunde; denn kein Ge-schöpf auf Gottes Erdboden ist schutzloser, als der Sclave in solcherLage.

Das Kind, das den Vater verlor, hat noch den Schutz derFreunde und der Gesetze; es ist etwas und kann etwas thun, hatanerkannte Rechte und eine Stellung; der Sclave hat keine. DasGesetz betrachtet ihn in jeder Beziehung aller Rechte bar, als Waare.Alles, was ihm von dem, wonach des Menschen Herz sich sehnt, zuThcil werden kann, wird ihm durch seinen unumschränkten, unver-antwortlichen Gebieter; wird der Herr niedergeschlagen, so bleibtnichts übrig.