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3 (1852)
Place and Date of Creation
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sen fest an sich gedrückt. Er sah ihre dunkeln Augen nicht mehr, aberihre Stimme ertönte ihm wie eine Geisterstimme; und wie in einer ArtVision des jüngsten Gerichtes, stieg im Nu sein ganzes vergangenesLeben vor ihm auf die Gebete und Hymnen seiner Mutter seineigenes frühes Sehnen nach dem Guten; und zwischen jenen Tagenund dieser Stunde lagen Jahre der Weltlichkeit und des Skepticismuswie die Menschen sie gleichwohl ein achtungswerthes Leben nennen.Wir können viel, sehr viel, in einem einzige» Augenblicke denken.St. Cläre sah und fühlte Vieles, und als es dunkler wurde, brachteer das Kind nach seinem Schlafgcmache. Als sie ausgekleidet war,schickte er alle Dienerinnen weg, und sang sie in seinen Armen inSchlaf.

Fünfundzwaiizigstcs Kapitel.

Vie kleine lkvangelistm.

Es war Sonntag Nachmittag. St. Cläre lag ansgestreckt aufeiner Bambusbank in der Veranda, sich an einer Cigarre erlabend.Marie ruhte auf einem Sofa, dem Fenster gegenüber, bas nach derVeranda ging, und durch durchsichtige Gaze gegen die Mosquitosschützte; in der Hand hielt sie schmachtend ein elegant gebundenesGebetbuch. Sic hielt es, weil es Sonntag war, und bildete sichein, sie hätte darin gelesen, obgleich sie in der Thai nur eine Reihen?folge kleiner Schläfchen gemacht hatte, während sie es offen in derHand hielt.

Miß Ophelia, die nach langer Mühe ein kleines mekhodistischcsMeeting in einiger Entfernung ausgewittert hatte, war zu demselbenhinübergcfahren; Tom machte den Kutscher, und Eva hatte sie be-gleitet.

,,Jch sage Dir, Augustin/' sagte Marie nach einem kleinenSchlummer, , ,ich muß in die Stadt zu meinem alten Doctor Poschschicken. Ich bin überzeugt, ich habe bas Herzweh/'

Weshalb brauchst Du nach dem zu schicken? Der Doctor,der Eva behandelt, scheint geschickt zu sein."