Druckschrift 
3 (1852)
Entstehung
Seite
73
Einzelbild herunterladen
 

73

den," sagte Eva fest.Ich weiß, Mama, es kommt ihnen sehr hartan, daß sic das Alles nicht können. Tom fühlt cs, Mammy thut'sund Viele noch. Ich denke, es ist unrecht."

Komm, komm, Eva, Du bist nur ein Kind ! Du weißt nichtsvon diesen Sachen," sagte Marie.Ucberdics macht Dein Geschwätzmir Kopfschmerzen."

Marie hatte für jedes Gespräch, das ihr nicht ganz gefiel, immerKopfschmerzen bei der Hand. Eva schlich sich fort, aber danach gabsie Mammy sehr eifrig Unterricht im Lesen.

Dreiundzwanzigstes Kapitel.

tzmriquez.

Um diese Zeit brachte St. Clarc's Bruder Alfred mit seinemältesten Sohne, einem Knaben von zwölf Jahren, einen oder zweiTage hei seiner Familie am See zn.

Kein Anblick konnte sonderbarer und reizender sein, als der die-ser Zwillingsbrüder. Statt Achnlichkcit zwischen ihnen zu schaffe»,hatte die Natur sie in jeder Beziehung zu Gegensätzen gemacht; dochein geheimnißvolles Band schien sie in innigerer Freundschaft als ge-wöhnlich zu vereinigen. Sie pflegten Arm in Arm die Alleen undGänge des Gartens auf und nieder zu schlendern; Angustin mit sei-nen blauen Augen und goldenem Haar, seiner leichten biegsamen Ge-stalt, seinen lebhaften Zügen, und Alfred mit dunklen Äugen, demstolzen römischen Profil, gedrungenen Gliedern und entschiedenemWesen. Sie tadelten beständig gegenseitig ihre Meinungen und Ge-wohnheiten, und dennoch waren sic nie lieber als Einer in des An-dern Gesellschaft; in der Thal, gerade die Widersprüche schienen siezu vereinige».

Henriquez, der älteste Sohn Alfred's, war ein edler dunkeläugi-ger fürstlicher Knabe, voll Leben und Geist, und von dem ersten Au-genblicke ihrer Bekanntschaft schien er durch die geistige Anmuth sei-ner Cousine Evangclinc vollkommen bezaubert zu werden.

Eva hatte einen kleinen schneeweißen Pony. Er ging leicht wie