Druckschrift 
3 (1852)
Entstehung
Seite
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der», meine Sclaven unter all der erdrückenden Masse der Gesellschaftzu erziehen, die auf ihnen lastet. Ein Mensch kann nichts gegen dieWirkung einer ganzen Gemeinde. Soll Erziehung etwas sein, so mußcs Staatserziehnng sein, oder cs muß wenigstens genug zugcstandenwerden, um sie allgemein zu machen."

Du hast den erste» Zug," sagtcAlfreb, und die Brüder warenbald in ihr Spiel versunken und hörten nichts, bis Hufschlag dichtan dem Fenster der Veranda ertönte.

,,Da kommen die Kinder," sagte Augustin aufstehend.Siehnur, Alfred: hast Du je etwas so Reizendes gesehen?"

Und in der Tbat war es ei» reizender Anblick. Henriquez mitkühner Stirn, dunkeln, glänzenden Locken und glühenden Wangenlachte heiter, wie er sich zu seiner schönen Cousine wendete, indem siehcrankamcn. Sic trug ein blaues Rcitgcwand und eine Haube vonderselben Farbe. Die körperliche Bewegung hatte ihren Wangen eineglänzende Farbe verliehe» und die Wirkung ihrer cigenthümlich durch-sichtigen Haut und ihres goldenen Haars erhöht.

Gott im Himmel, was für eine blendende, vollkommeneSchönheit!" sagte.Alfred.Höre, Augustin, die wird Herzen schla-gen machen!"

Das wird sie nur zu gewiß, Gottwciß es, und ich fürchtcmichdavor!" sagte St. Cläre in einem Tone plötzlicher Bitterkeit, wäh-rend er hinauscilte, sic vom Pferde zu heben.

Eva, Herzchen, Du bist doch nicht sehr ermüdet?" sagte er,als er sie in seine Arme schloß.

Nein, Papa," sagte das Kind, doch ihr kurzer schwererAthembeunruhigte den Vater.

Wie konntest Du so schnell reiten, meine Liebe? Du weißt, estaugt nicht für Dich."

Ich fühlte mich so wohl, Papa, und es gefiel mir so sehr, daßich cs vergaß."

St. Cläre trug sic in seinen Armen in das Wohnzimmer undlegte sic hier auf das Sopha.

Henriquez, Du mußt aufmerksam gegen Eva sein," sagte er;Du darfst nicht so schnell mit ihr reiten."

Ich werde sie unter meine Obhut nehmen," sagte Henriquez,indem er sich auf das Sopha setzte und Eva's Hand ergriff.