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Dann aber sagte sie: „Was das Schicksal will, das muß geschehen.Sucht mich eine Woche lang nicht in dieser Gasse, auch nicht vor derKirche; Ihr werdet mich anderswo sehen. Kommt über acht Tage, genauam heutigen Tage, um zehn Uhr vor das Kirchenthor, dort werdet IhrNachricht von mir erhalten."
Nach diesen Worten sagte sie, halb zu ihrer Begleiterin gewendet:„Dionis wird es machen."
Dann sprach sie wieder zu Hugo: „Vergeht nicht, was ich gesagthabe, kommt meinen Worten getreu nach, und lebt jetzt recht wohl!"
Sie wollte den Schleier umnehmen und fortgchcn, aber Hugo ries:
„Jetzt nicht, nur einen Augenblick noch nicht-den Namen, nur
eine Silbe des Namens!"
„Cöleste," sagte sie leise.
„Und die Hand, daß wir uns sehe», die Hand, Cöleste!"
Und sie suchte eilig die Hand aus der Kleiderhüllc, und reichte sicihm hin. Er faßte sie, und sie hielten sich einen Augenblick.
Dann ließen sie los, sie zog den Schleier herab, er grüßte nocheinmal, und beide gingen sie dann ihre verschiedenen Wege auseinander,Wie sie sie bisher immer gegangen waren.
3 .
Das LlndeithM5csM.
Es geht die Sage, daß, wenn in der Schweiz ein thauiger sonnen-heller lauer Wintcrtag über der weichen, klafterdickcn Schncehülle derBerge steht, und nun oben ein Glöckchen tönt, ein Maulthier schnauft,oder ein Bröselein fällt — sich ein zartes Flöckchen von der Schncehüllelöset, und um einen Zoll tiefer rieselt. Der weiche, nasse Flaum, den esunterwegs küsset, legt sich uw dasselbe an, es wird ein Knöllchen undmuß nun tiefer nieder, als einen Zoll. Das Knöllchen hüpft einige Hand-breit weiter auf der Dachsenkung des Berges hinab. Ehe inan dreimaldie Augen schließen und öffnen kann, springt schon ein riesenhaftes Haupt