Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
Seite
47
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Wir blieben nach dieser Rede noch eine Zeit lang stehen, ich hattekeine rechte Antwort und schwieg daher verlegen, er drang auch nichtin mich.

Nun? soll ich Euch zu ihr führe»? " fragte er endlich recht sanft.

Ja," sagte ich.

Und nach diesen Worten nahm er mich unter den Arm, und führtemich hinaus. Wir gingen über Len Gang, und dann über die feinegelbe Rohrmatte ihrer Schwelle hinein. Sie war in dem ersten Zimmernicht.

Wartet hier ein wenig," sagte er,ich werde hinein gehen, und sieEuch senden. Vielleicht könnte sie nicht in der Lage sein, Euch zu em-pfangen. Wenn sie aber erscheint, werde ich selber nicht wieder herauskommen, sondern mit dem Schlüssel das Bücherzimmer öffnen und durchdasselbe in meine Wohnung zurückkehren."

Er ging durch die halbgeöffnete Thür in das anstoßende Zimmer,und wahrscheinlich auch in das fernere.

Ich blieb Heraußen stehen, und es war sehr stille. Endlich, da kl-eine Weile gewartet hatte, bewegte sich schwach der halbe etwas offenstehende Thürflügel und sie trat heraus.

Ihre Augen waren ans mich gewendet-

Morgen Margarita.

4 .

MtU'Mtta.

Ehe ich weiter gehe und eintrage, was geschehen ist, will ich nochdes Obrist's gedenken, nnd mir seine Seele vor die Augen halten ichmuß den Mann hoch ehren, und will cs in diesem Buche nieder schrei-ben, wie er ist. Was der Obrist sagte und that, habe ich bisher nichtnach meinem Gedächtnisse allein ausgeschrieben, sondern nach der Hand-schrift, die er mir gelassen, und die er über diese Dinge ans seinen ver-siegelten Packen genommen hat, wie ich ihn ja selber in diesem meinem