Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
Seite
156
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Ich habe das Wort nicht in dieses Buch eingetragen, weil ich michschämte.

Das Wort wird immer weniger wahr, und das Herz liegt nichtmehr so. Wenn einige gute Kräfte thätig sind, schaut das Herz zu, undcs kann nicht anders, es muß ja vergnügt darüber sein.

Auch kleine Dinge erscheinen, die mich freuen. Morgen kommt dergeschnitzte lange Schrein, der in das Schretbgcmach gestellt wird derKreuzcnzian, den ich in dem Garten versuchte, gedeiht recht gut, und dieMägde müssen ihn morgen jäten und so ist noch Anderes und Anderes manches Liebliche und manches Heitere.

6 .

Das SchMeaschiejM ia Mting.

Ich bin mehrere Tage zitternd, bebend, zu Gott betend gewesen.Wenn ich ans und nieder ging, legte ich die Hände auf die Brust, daß sieruhig sei. Wie ernst und schwer oft Fälle des menschlichen Lebens sindstEs ward ein schöner starker Jüngling zu mir gebracht und lag in meinemHause. Sie hatten ihm auf eine kleine Wunde, die er sich durch Zufallin die Brust geschlagen hatte, Pflaster von Pech und andern Klebedingengelegt, und ihn an den Rand des Grabes gebracht. Als ihnen die Sorgestieg, brachten sic ihn von weit jenseits des Hochwaldes, wo ich noch niegewesen war, zu mir herüber. Ich legte ihn in das grüne Zimmer, weiles meiner Stube am nächsten ist. Ich entfernte alle Afterdinge, Unglücks-Lildungcn und bereits begonnene Zerstörungen, bis cs mich selbst schauerte

ich hatte Vater und Mutter nicht zugelassen, damit sie durch Schreien

oder Gejammer nicht die Ruhe zerstörten, das Messer ward durch dieWissenschaft immer weiter gefühlt-ich empfahl meine Seele Gott

und that's. Als ich fertig war, war sehr vieles, und an einer Stelleschier alles weg, so daß ich an dieser Stelle durch das einzige innerlichgebliebene Häutchen die Lunge wallen sehen konnte. Ich sagte nichts,