Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
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lange Margarita ausbleibcn würde. Wer weiß, wie lange cs ist werweiß, was sich ergibt, dachte ich, und wer weiß, ob sie nicht etwaaufhören wird, eine Bewohnerin des Haghauses zu sein.-

Ich zeigte dem Obristen mein rothes in Leder gebundenes Buch,sagte, daß ich seine Einschreibungen nachahme, und erklärte ihm, wie iches mache. Er billigte es und erkannte die roth- und blauscidencn Bänd-lein gar wohl.

Dann gingen wir zum Aschacher hinunter, und er tröstete den lei-denden Mann. Hierauf schlug er den Weg in das Haghaus hinauf einund ich begleitete ihn die größte Strecke desselben. Als wir Abschied ge-nommen und uns die Versicherung gegeben hatten, daß wir in der Zu-kunft einander oft besuchen wollen, kehrte ich um, und ging wieder zumeinem Hause hinunter.

So will ich denn nun Thal ob Pirling, dachte ich, über dem dertraurige Himmel ist, ausbauen, und verschönern, hier will ich machen,was meinem Herzen wohlthut, hier will ich machen, was meinen Augengefällt die Dinge, die ich hcrstelle, sollen mich gleichsam lieben; ichwerde mich mit dem umringen, was mir Freude macht, ich werde hierimmer bleiben, und werde die Menschen lieben, die in meinem Hausesind, und werde die Thiere lieben, die mir dienen, oder die sonst bei mirerzogen werden. Dann sollen diejenigen, die, wenn sie den Namen Thalob Pirling aussprechcn, nur immer mein Haus allein dabei im Augehaben, nicht aber die Gruppe von Hütten, die früher diesen Namen tru-gen, noch mehr Recht bekommen, wenn sie nur das Haus so benennen.

Der Brunnen, den der Grunner im Frühlinge herausgcmaucrthatte, ist ohnehin nun fertig. Ein Strahl des klarsten Wassers schießtin die Granitschale, wenn man an dem Metallknopfe des Geständerszieht. Ein anderer silberglänzender lebendiger Strahl soll noch immer indem Garten fließen, dazu sie die Steinkufe im Schwarzholzc hauen; dennQuellen gibt es ja in der Gegend genug. Die Bäume, Balken, Pfosten,die noch überall von dem Baue hcrumliegcn, sollen weg, daß der Hofrein und gefegt sei, und der Saum des Steinpflasters uni denselben sichklar in's Gesicht stelle.

Weil ich aus Güte die meisten meiner Leute, so wie einstens zu demObrist, so jetzt zu dem Wirthc Bernsteiner nach Pirling gehen gelassenhatte, der in die Felsen des Steinbühels einen Keller sprengt, und den-