Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
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Euch außer meinem Bat« mehr liebe, als alle andern Menschen auf derErde."

Ja, Ihr habt cs gesagt," antwortete ichob cs aber auchwahr ist! ?"

Auf diese Rede erwicdcrte sie gar nichts. Sie sagte kein Wort mehr.Sie ging durch das Gartengitter hinein, und ich auch. Sie zog einenSchlüssel aus der Tasche ihres Kleides, machte das Gitter zu und sperrtemit dem Schlüssel das Schloß. Dann ging sie auf dem geraden Wegedurch den Garten, der gegen das zweite Gitter führt, durch das man inden Hof des Hauses gelangt, ich ging immer neben ihr, und es warmir, als ob sie scheu von mir weg wiche. Da wir das Gitter erreicht hat-ten, ging sie durch dasselbe in den Hof, that cs hinter sich zu, aber sperrtecs nicht ab, weil cs nie abgesperrt wird. Im Hofe redete sie wieder daserste Wort, indem sic sagte:Wenn Ihr auf den Vater warten wollt, sowill ich mich zu Euch auf die Bank sehen, und so lange warten, bis erda ist."

Ihr könnt ihm in meinem Namen eine gute Nacht sagen," ant-wortete ich,ich gehe nach Hause."

So werde ich cs thun," sagte sie, indem sie stehen blieb.

Ich wendete mich von ihr, ging neben dem Blumcnsaale durch dasgroße Thor hinaus, und schritt auf dem Wege nach meinem Hause hin-unter.

Am andern Tage hatte ich nur zu dem Erlebauer zu fahren, deretwas bedeutend krank war, dann zur Mechthild, die ein Gallensieberhatte, und dann noch zu einigen andern von geringer Bedeutung. Ichfuhr sehr frühe des Morgens aus, damit ich bis zu Mittag mit allenmeinen Kranken, und mit dem Schreiben, das nothwcndig geworden war,fertig wäre.

Als ich die Suppe, die ich als einzige Speise an diesem Mittage zumir nahm, gegessen hatte, ging ich in das Haghaus hinauf.

Ich ging zuerst zu dem Obrist, der in einem Buche las. Er standauf, grüßte mich, wie sonst, und war um gar nichts anders, als er sichstets gegen mich benommen hatte. Er sagte mir nach einigen gewöhnli-chen Worten, daß gestern sein Detter Rudolph fort gerciset sei, daß ermich noch gesucht, aber nicht gefunden habe, und mir daher durch ihn dieschönsten Grüße zum Abschiede sagen lasse. Er fügte dann noch hinzu,