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3 (1855)
Entstehung
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geladen, die Zeit rückt heran, nnd der Tisch muß zn andern Zweckenbenützt werden. Ich dächte, Jedes sollte sich seine Sachen auf seineZimmer bringen lassen, daß hier Raum werde."

So thatcn wir auch. Die Mädchen riefen Leute herbei, die ihnenhalsen; ich nahm meine Dinge zusammen, rollte den Teppich in eineRolle, und trug Alles in meine Zimmer.

Das Mittagessen ließ nicht lange auf sich warten. Es war rechtlieb und freundlich, daß heute ein Gast da war, und man sah cs auch,daß man seinetwegen ei» Mehreres gethan habe.

Nach dem Essen wollten Alle in den Garten; aber Alfred verlangte,daß man noch eher die Sachen auspacken solle, welche in Kisten unten inder Vorhalle stünden. Wir begaben uns daher Alle hinab. Rikar beor-derte einen Mann mit Hammer und Meißel, der die Kistendeckel aufbre-chen sollte. Als dies geschehen war, und die Kisten offen standen, machtesich Alfred daran, die Gegenstände heraus zu nehmen. Es waren lauterBedürfnisse der Landwirthschaft, namentlich der Gärtnerei. Samen,Knollen, Wurzeln, Ableger, die in dieser Gegend noch nicht bekannt wa-ren oder großen Werth besaßen; dann Geräthe, Werkzeuge und Modelle,die im Größeren ausgeführt werden sollten. Ich mußte von manchenDingen, welche mehrzählig vorhanden waren, nehmen, »in sie in meinerBesitzung anznpflanzcn, und von manchen Gcräthcn nahm ich mir vor,Zeichnungen zu machen, weil ich sie als vorzüglich anwendbar erkannte.Als Alfred fertig war, und man die Dinge in Körbe» fortgetragen hatte,war erst Zeit, in de» Garten zu gehen.

Hier hatte ich nun Gelegenheit, ihn noch mehr zn beobachten, undnoch mehr mit ihm zufrieden zu sein. Er ging gleich mit vieler Theil-nahme zu allen Dingen, er fragte »in Alles, er ließ sich Alles zeigen,nnd nahm Antheil, als ob cs sei» Eigenthum wäre, oder als ob er esselber gepflanzt hätte. Fast der ganze Nachmittag ging so in dem Gartendahin.

Gegen Abend nahmen wir das Vesperbrot, in den Zimmern derMutter ein, und als die Sonne sich den» blande der Felsen zuwendcte,war cs für Alfred Zeit, an den Aufbruch zu denken. Der erste Besuchnach seiner Reise war vorüber. Er lud uns Alle ein, recht bald zu ihmauf seine Besitzung hinab zu kommen, und einen ganzen Tag dort zuzu-bringcn. Insbesondere lud er mich ein, einmal allein zu kommen, daß er