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Der graue 81rauch.
Ulen» man die Karte des Herzogthumcs Krumau ansieht, welches imsüdlichen Böhmen liegt, so findet man in den dunkeln Stellen, welchedie großen Wälder zwischen Böhmen und Baiern bedeuten, allerlei selt-same und wunderliche Namen eingeschrieben; zum Beispiele: „zumHochsicht", „zum schwarzen Stocke", „zur tiefen Lake", „zur kalten Mol-dau" und dergleichen. Diese Namen bezeichnen aber nicht Ortschaftenoder gar Herbergen, die solche Schilder führen, sondern ganz einfacheWaldcsstellcn, die hervorgehoben sind, um gewisse Linien und Rich-tungen anzugeben, nach denen mau in den weiten Forsten ohne Wegoder anderes Merkmal gehen konnte. Die Namen sind von denjenigenLeuten erfunden worden, welche am meisten ohne Weg und Bezeichnungim Walde zu gehen pflegen, nämlich von Jägern und Schleichhändlern.Wie aber sinnliche Menschen, das heißt solche, deren Kräfte vorzugsweiseauf die Anschauung gerichtet sein müssen, schnell die bezeichnenden Ei-genschaften der Dinge finden, sind auch diese Namen meistens von sehraugenfälligen Gegenständen der Stellen genommen.
So heißt es auch in einem großen Flecke, der auf der Seite desböhmischen Landes liegt, „zum beschriebenen Tännling." Einen Tänn-ling nennt man aber in der Gegend eine junge Tanne, die jedoch nichtgrößer sein darf, als daß sie noch ein Mann zu umfassen im Stande ist.Wenn nun ein Wanderer wirklich zu der Stelle geht, auf welcher es zumbeschriebenen Tännling heißt, so sieht er dort allerdings eine Tannestehe», aber dieselbe ist kein Tännling mehr, sondern ein riesenhaft gro-
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