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war, wie er es sich doch so lebhaft bei seiner Abreise vorgespiegclt hatte.Sogar der Koffer und die Kisten standen da, wie er sie eingcpackt hatte.
„Siehst Du," sagte die Mutter, „wir haben alles stehen gelassen,weil der Oheim schrieb, daß wir nichts fort schicken sollen, indem cs nochungewiß ist, wie sich Dein Schicksal gestalten werde. — Und nun, guteNacht, Victor."
„Gute Nacht, Mutter."
Und er sah, da sie fort war, durch sein Fenster wieder auf die dun-keln Büsche nieder und auf das rieselnde Wasser, in welchem sich dieSternlein spiegelten. Und als er schon im Bette lag, hörte er noch dasRieseln der Wässer, wie er cs so viele Abende seiner Kindheit und seinerJünglingszeit gehört hatte. »
7 .
ZZeschluß.
Wenn wir zu dem in den obigen Abschnitten dargestcllten Jüng-lingsbildc noch etwas hinzufügen dürfen, so kann cs Folgendes sein.
Nachdem die Ausrüstung fertig war, welche die Mutter für Victor'sReise in's Werk zu setzen hatte, und nachdem man über alles, was in derZukunft für das Wohl des jungen Mannes ersprießlich sein könnte, imReinen war, ereignete sich im tiefen Herbste desselben Jahres wieder einAbschied — aber derselbe war kein so trauriger, wie der erste, da er nichtso zu sagen für das ganze Leben, sondern nur für eine kleine Zeit noth-wendigcr Abwesenheit galt, auf welche kleine Zeit dann eine lange,schöne, glückselige folgen sollte.
Daß Hanna recht gerne eine sehr nahe Theilnchmcrin jener glückli-chen Zeit werden wollte, zeigten ihre feurigen, heftigen Küsse, mit denensie die Lippen Victor's bedeckte, als sie einen einsamen Abschied von ein-ander nahmen, als er sie heftig und schmerzlich an sich drückte und vonihr nicht lassen zu können vermeinte. Die zwei Zichgeschwister weintenbei diesem glückverheißenden Abschiede so sehr, als ob er der trenncndste