ten Menschen die eigenthümliche Sucht thcilet, nie etwas Geschriebenesvon sich geben zu wollen.
Nach diesen einbegleitenden Worten folge die Sache.
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RlLesreuude.
Wir fuhren einmal unser Mehrere in einem Postwagen. 2>' demKasten saß ein Vater mit zwei Töchtern — ich weiß cs nicht genau, aberich hielt ihn dafür. Das ältere der Mädchen, ungefähr dreizehn odervierzehn Jahre alt, erregte durch ihr ernstes und ruhiges Benehmen un-sere Aufmerksamkeit und unser» Beifall. Das jüngere war nochMt einKind, das mit kindlichen Augen in die Welt hincinschaute. Außer diesendrei Personen saß noch eine Frau in dem Kasten, die ich für die Beglei-terin, gewesene Amme, oder sonst etwas dergleichen von den Mädchenhielt, obwohl sic vielleicht auch ganz und gar nicht zu ihnen gehörenkonnte; denn sie gab, ungleich der gewöhnlichen Art solcher Frauen, sehrwenige Zeichen von sich, regte sich wenig, und sprach oft wirklich posten-lange kein Wort. In dem hintern Gelasse des Wagens saßen ich undein ältlicher Mann, den wir seines blassen Aussehens und seiner schwar-zen Kleidung halber scherzweise Paganini nannte». Er lächelte einmalbei diesem Spottnamen trübsinnig und sagte: „Wer weiß, ob es nichtein sehr großes Unglück für mich wäre, wenn ich wirklich Paganini wäre."Unter dem Vordachc des Wagens saß neben dem Postgeleitcr ein Stu-dent, von dem ich nichts zu sagen weiß, als daß er sehr viel aus einemMeißnerkopfe rauchte, an dem er ein langes Rohr und ein beweglichesMundstück hatte.
Die Reise war durch ganz und gar nichts ausgezeichnet, wederdurch sehr schlechtes noch durch sehr schönes Wetter — weder durch einGlück noch durch ein Unglück — weder durch besonders langweiliges nochdurch ungemein anziehendes Gespräch. Als wir uns erst ein wenig ineinander hinein gelebt hätten, und die Sache ein wenig in den Gang