Druckschrift 
3 (1855)
Entstehung
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ZegelMtd.

^uf einem schönen grünen Platze, der bergan steigt, wo Bäume stehenund Nachtigallen schlagen, gingen mehrere Jünglinge in dem Brausenund Schäumen ihres jungen kaum erst beginnenden Lebens. Eine glän-zende Landschaft war rings um sie geworfen. Wolkenschatten flogen,und unten in der Ebene blickten die Thürme und Häuserlasten einer gro-ßen Stadt.

Einer von ihnen rief die Worte:Es ist nun für alle Ewigkeitganz gewiß, daß ich nie hcirathen werde."

Es war ein schlanker Jüngling mit sanften schmachtenden Augen,der dieses gesagt hatte. Die Andern achteten nicht sonderlich darauf,mehrere lachten, knickten Zweige, bewarfen sich und schritten weiter.

Ha, wer wird denn heirathen," sagte Einer,die lächerlichen Bandeeines Weibes tragen, und wie der Bogel auf den Stangen eines Käsichcssitzen?"

Ja, Du Narr, aber tanzen, verliebt sein, sich schämen, roih wer-den, gelt?" rief ein Dritter, und es erschallte wieder Gelächter.

Dich nähme ohnehin Keine."

Dich auch nicht."

Was liegt daran? "

Die nächsten Worte waren nicht mehr verständlich. Es kam nochdurch die Stämme der Bäume ein lustiges Rufen zurück und dann nichtsmehr; denn die Jünglinge gingen bereits auf der schiefen Fläche, die sichvon dem Platze weg zieht, empor und setzten die Gebüsche der Fläche in

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