Druckschrift 
3 (1855)
Entstehung
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Er sandte uns auch einige Taglöbner, welche in Arbeiten dieser Art er-fahren waren. Nun wurde die Erde umgcgraben, die Steine zerschossen,Wasserrinne» angelegt, Dünger herbei geschafft, und Rasen gethürmt,daß sich Erde bereite. Maria war bei alle» Dingen dabei, sie wurde im-mer heiterer, und hatte sich kürzere Stöcke und Stiefclchen machen lasse»,um überall hin gehen zu können. Wenn cs Abend wurde, und die Leuteruhten, saß sie bei den Büchern, und lernte in ihnen um etwas vorwärtszu bringen. Es ist unglaublich, wie sich das Kind damals um die Sacheannahm. Ich konnte ihm beinahe in keinem Stücke bcistehen, weil ichnach den Erschütterungen und Sorgen der vorhergcgangenen Jahre fastimmer krank war. Alfred kam Anfangs in jeder Woche einmal, später sogarzweimal herauf. Wenn Maria sich nicht Raths wußte, ritt sie auch zn ihmhinunter. Sie saß hiebei immer auf dem Maulthiere, das der alte Manuan dem Zaume führte. Endlich waren die Gründe umgcarbeitet, die Mauerum dieselben aufgeführt, die alten Bäume beschnitten und gereinigt, neuegesetzt, und die nackte Erde des Gartens mit Pflanzen bedeckt. So konntees nun weiter gehen. Im ersten Sommer war es nicht viel, aber cs wurdebald besser, so daß wir bei unserer einfache» Lebensweise nichts mehr vondem Unsrigen beisetzen durften. Die Sache war nun im Gange, undschwang sich immer besser empor. Maria richtete sich das Zimmer ein,welches sie noch hat, schrieb dort alles auf, lernte dort, leitete alles, undführte cs zu dem Zustande, in welchem cs jetzt ist. Sie strengte dieKräfte, die der Herr in ihren Körper gelegt hatte, so an, daß ihre Schön-heit, welche, obwohl ich cs als ihr Vater nicht sagen sollte, damals nichtnur das sanfte Ansehen Camilla's übertraf, sondern wirklich außer-ordentlich war, ganz und gar verloren ging. Sie hatte eine sehr großeFreude, als sie die erste Summe ersparte, und einen Theil ganz »achihrem Ermessen verwenden durste. Sie ließ das Haus damit gänzlichHerstellen. Sie ließ das Dach und die Mauern ausbcsscrn, ließ letzteremit der schönen weißen Farbe übertünchen, die sie jetzt haben, und ließim Innern die Zimmer, wenn sie auch nicht bewohnt waren, in voll-kommenen Stand setzen. Als sie wieder eine solche Ersparung machte,ließ sie schöne Geräthe verfertigen, ließ Teppiche und Vorhänge herbeikommen, und richtete für die Mutter und Camilla eine Wohnung ein.Später ließ sie die schönen ebenholzcnen Dinge für Camilla's Geigenspielmachen, und überreichte sie ihr zum Namensfeste — und endlich kaufte