Druckschrift 
3 (1855)
Entstehung
Seite
265
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sie noch Wolle, Seide, Zeuge und Zugehör, daß mir Victoria und Ca-milla die Decken, Teppiche, Schäme! und andere wohlthätige Dinge inmeine Wohnung verfertigen konnten. Für sich that sie nicht viel, alsdaß sie sich ihr Zimmer einrichtete, wie es jetzt ist, mit den Gerüchen, diesie eben vorfand/'

Bei diesen Worten schwieg Rikar plötzlich, wir gingen schweigendnnseres Weges auf dem Rasen zwischen den grauen Steinen dahin ; dennauch ich mochte die Stille nicht unterbrechen.

Dann fuhr er wieder fort: „Ich wurde nach und nach gesünder,und endlich so wohl, daß ich auch bei der Führung unseres neuen Ge-schäftes, und unserer neuen Haushaltung thätig sein konnte. Es wurdendie Erdbrenncreien angelegt, es wurden die Glashäuser errichtet, cs ka-men die Lastthiere in das Haus, und cs mehrten sich die Leute, die wirbrauchte». Die erste von denen, die in früherer Zeit bei uns diente»,und die von Maria wieder gerufen wurde, war die Amme Cornelia. Sicwar, da wir Meran verließen, zu einer armen Verwandten gegangen, undhatte bei derselben gelebt. Sie folgte dem Rufe recht gerne, kam heraufin unsere Einsamkeit, und schloß sich Maria bei der Führung der häus-lichen Angelegenheiten an. Außer ihr kamen noch zwei andere, die sonstbei uns gewesen waren. Da alles schon behäbiger und freundlicher war,ließen wir die Nebengebäude verfertige», die Laube in den Kastanien-wäldchen zimmern, und zur Erheiterung den Springbrunnen graben.So wurde es uns immer besser und einträglicher. Unsere Erzeugnissegehen unter dein Namen „vom Berge Sauet Gustav" in die Thäler,hauptsächlich aber über den See in die südlichen Gegenden, wo besondersAbleger, Knollen und Pflanzen unserer Blumen begehrt werden. Unterdiesem Namen kommen auch die Briefe zu uns herauf, daher mag es ge-kommen sein, daß Euch in Riva auf meinen eigentlichen Namen NiemandAuskunft zu geben vermochte. In jüngster Zeit wurden auch die andernZimmer eingerichtet, daß wir doch einem Gaste, wenn einer zu uns her-auf kömmt, eine Wohnung anweisen können. Von den alten Einrich-tungsstücken sind manche geblieben, wie Ihr werdet gesehen haben, eswäre auch Schade, wenn wir sie weg thäten; denn sie sind noch brauch-bar, und erwecken, wenn sie an der rechte» Stelle stehen, manche Erinne-rung an vergangene Zeiten. Ich glaube, wir können in der Zukunftohne Sorgen leben, da die Dinge, die wir hervor bringen, ein wirkliches