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einem meiner wcitschichtigen Verwandten ans. Diese Dinge veranlaßtenuns, daß ich mein Amt nieder legte, und daß wir nach Meran, demStammorte Bictoria's, gingen; denn ihre Großeltern hatten in der Ge-gend gelebt. Wir wohnten in Meran abgeschieden und ohne Feinde.Aber die Gerichtssache wurde immer schwerer. Je weiter wir kamen, destomehr dehnte sie sich aus, und ich mußte ihr meine ganze Aufmerksamkeitwidme». Weil wir in Meran sehr zurückgezogen lebten, so konnte ich denerforderlichen Anthcil an dem Rechtsgange nehmen. Zuletzt wurde dieEntscheidung nach Wien verlegt, und ich reiste ebenfalls dahin. Ich gabmir alle Mühe, das Ende herbei zu führen, und scheute keine Anstren-gung und keine Aufopferung. Das Ende kam auch. Was ich nimmer-mehr geglaubt hätte — ich hatte den Prozeß verloren — und mit ihmhatte ich aber auch mein ganzes Vermögen verloren. Von den Haitdcls-gütern unserer Eltern war ohnehin nicht viel übrig geblieben, unsereHabe bestand größtenthcils in unserem landschaftlichen Besitze, und dieserwar der Gegenstand des Prozesses gewesen. Mein Gegner war einsehr edler Mann, und er hat gewiß von meiner Lage nichts geahnt. Alsihr mich zu dem Postwagen begleitetet, und ich meinen zertretenen Man-tel, auf den die Leute gestiegen waren, von der Erde aufhob, um einzu-steigcn, wußtet ihr wohl nicht, wie cs mir im Herzen war. Es saßenlauter fröhliche Menschen in dem Wagen, ich drückte mich in die Ecke,und schwieg. Ich kam nach Meran. Ich versammelte die Meinigen, undsagte ihnen, was uns begegnet sei. Da war ein großer Schreck und einegroße Traurigkeit. Aber wir faßten uns wieder, und beschlossen, uns indem, was uns geblieben war, umzuschen, und zu versuchen, ob wir da-von, wenn wir es zu Gelde gemacht hätten, leben könnten. Wir beschlos-sen den Verkauf aller unserer Dinge in Mailand. Unter den Liegenschaf-ten, die wir besaßen, war auch dieses Haus hier in dem wir jetzt wohnen.Es war nicht in den Verzeichnissen der streitigen Gegenstände ausgenom-men gewesen, wollte mir nun mein Gegner ein Geschenk machen, oderhatte er cs vergessen. Unsere Vorfahrer hatten einst sehr ausgedehnteBesitzungen in den Gegenden des Gardasees gehabt, die später unter ih-ren Nachfolgern bedeutend zusammen geschmolzen sind. Als noch dieHochebenen des Sees mit dichtem Walde bedeckt waren, erzählt die Sage,haben sie hier dieses Haus als ein Jagdschloß erbaut, um sich bei ihrenAusflügen und Vergnügungen zu schützen und zu sammeln. Aber diese