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wirthschaften. Ich begann alle Felder zu lockern; ich habe zu den paartausend Obstbäumen, die ich geerbt hatte, noch ein paar tausend neuehinzu gesetzt, habe alle diese Stämmchcn veredelt, und habe die altengereinigt und geordnet; dann habe ich Glashäuser angelegt, in denenjetzt schon sehr schöne Blumen und Früchte sind, die noch immer schönerwerden sollen, ich habe mir einige Zimmer zu meiner Wohnung einge-richtet, und mehrere andere stehen bereit, Gäste auszunehmen, wenn sicheinige bei mir einfinden sollten. In der Gegenwart bin ich aus einerlängeren Reise begriffen, und wenn ich wieder nach Hause komme, werdeich auf's Neue meine Felder bearbeiten, werde bauen, Ruhebänke, Aus-sichten anlegen, und so weiter — und so weiter. Nur einen Wunschhätte ich : cs wäre gut, wenn ich außer dem gelegentlichen Umgänge,der sich cinfindct, noch einen vertraulicheren und näheren hätte, etwaeinen älteren bewährten Freund, der mir mit Rath und Thai an dieHand ginge, bei mir wohnte, und mir manchen Augenblick seiner Zeitschenkte; denn ich bin allein, und fühle cs manchmal recht bedeutend."
„Es freut mich, daß ich Euch so reden höre, und daß Ihr die Land-wirthschast so liebt," antwortete er, „Ihr könnt gar nicht ahnen, wiewohlthätig Eure Rede auf mich gewirkt hat. Und was einen Gefährtenanlangt, so könnt Ihr bald eine liebe angenehme Hausfrau bekommen,und Angehörige werden dann auch nicht fehlen."
„Ich rede hier nicht von Angehörigen des Blutes," crwiederte ich;„die, von denen ich herstammc, habe ich kaum gekannt, und ob sich An-dere einfinden werden, steht in sehr sehr weitem Felde. Wenn es aberauch wäre, so wäre ein Mann doch noch recht gut, der durch die gleichenBande der Gesinnung gebunden wäre, der sich mit mir vereinigte, einheiteres edles Landleben darzustcllen, das Andere anlockte, erhöbe, undzur Nacheiferung verleitete. So möchte manches Ersprießliche gewirktwerden, das selbst nach unscrm Tode fort lebte, und für manche Zukunftsegensreiche Früchte brächte. Ich habe in letzter Zeit oft gedacht, einesolche Aufgabe wäre eines Mannes nicht ganz unwürdig, daß er dieDauer seines Lebens daran setzte, natürlich wenn er von der Würde sei-ner Aufgabe ganz durchdrungen wäre."
„Ich muß Euch noch einmal sagen," antwortete er, „daß cs michsehr freut, daß Ihr die Pflege des Bodens so hochachtet — cs ist einschöner Abend für mich, daß Ihr von diesem Dinge so redet. Es gibt