Sachen ausbreitcten. Er that mir aus meiner Flasche Bescheid, undwurde »och gesprächiger und lustiger, als vorher. Da ich ihm den Zweckunserer Fahrt gcoffenbart hatte, wurde er von dem Seltsamen des Din-ges ergriffen, und so oft wir landeten, frug er in die Leute, die uns vor-kamen, hinein, als müsse er ihnen den alten Mann nm jeden Preis undmit Gewalt entreißen; und das Märchenhafte, daß ich nichts als denNamen Rikar wußte, ergötzte ihn so, daß er nach jedem Punkte am Uferspähte, und oft ausrief: „Dort liegt ein Haus, dort liegt eine Hütte,dort liegt ein Stein."
Die Nacht brachten wir in einer einzeln gelegenen Herberge zu, diemit ihren schimmernden Mauern, gleichsam wie eine weiße Tafel, an dieFelsen geklebt schien, und von einem ganz verwickelten Geländer desgrünsten Weinlaubcs umgeben war. Am andern Tage fuhren nur sehrfrüh ab, und sahen Riva, von dem wir gestern ausgcgangcn waren, wiekleine Papicrstreifchen auf dem Wasser schwimmen.
Wir hatten alle unsere Vorbereitungen für den Gebrauch des Tagesund für unser Mittagmahl wieder in das Schiffchen gethan, und führendas blaue schwellende Wasser dahin. Au all den zahlreichen Stellen, andenen wir bisher gefragt hatten, hatten wir keine Antwort erhalten. Ge-speist wurde wieder ans dem See.
Am Nachmittage gelangten wir in eine ödere Gegend des Wassers.Das Land stieg sanfter aber auch unfruchtbarer gegen den Spiegel herab.Wo der See seichter gegen die Ufer auslies, lagen viele große Steine inder Gestalt von Knollen und Platten in ihm. Am Gestade stand eingraues Haus, und über ihm am Rande der Landschaft, waren, wie über-all, die Felsen.
Wir fragten in dem Hanse, ohne eine Auskunft zu erhalten. Viel-leicht, sagte man, wüßten die Fischer etwas, die weiter unten amStrande seien.
Da nur ein Weilchen gefahren waren, kamen uns die besagten Fi-scher zu Gesichte. Mehrere Männer standen mit hochausgeschürzten Bein-kleidern in dem seichten Wasser, und wuschen Schmutz und schwarzesGras aus den Netzen, die sie stückweise aus den Fahrzeugen wickelten.Wir lenkten den Schiffsschnabel gegen sie, und fragten um Franz Rikar.Aber sie sahen uns sprachlos an, als ob sie sich auf eine Antwort besän-nen. Als ich, wie gewöhnlich, eine kleine Beschreibung von dem Manne