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den er mir über seinen neuen Wohnort zu schreiben versprochen hatte,war nie angekomme».
Ich machte wirtlich in Folge dieser Gedanken im Winter meine Vor-bereitungen. Ich machte sie freilich nicht mit jener großen freudevollenHoffnung, wie ich sie vor mehreren Jahren gemacht hätte, wo mir meinReiseziel noch so hold oorschwebte, und cs an allen Mitteln gebrach.Ich weiß nicht, war ich nun ui» eben diese Jahre älter geworden, oderhatte ich mich so in mein Besitzthum hinein gelebt, daß das Fortgehendavon schwerer war, als früher alle Reisen, wo ich eigentlich zwar immerirgend wo wohnte, aber nirgends zu Hause war. Indessen machte ichmeine Anstalten doch noch immer mit gehöriger Lust, und besonders wares wohlthätig, daß jetzt alle Mittel dazu vorhanden waren, die damalsgänzlich gefehlt hatten.
Ich war gegen Anfang des Frühlings mit meinen Vorrichtungenfertig, und an einem sehr schönen Morgen fuhr mich mein Altknechr mitmeinen liebsten Braunen, die ich ihm während meiner Abwesenheit rechtans die Seele band, ans einem Feldwege der nächsten Post zu.
Mein Plan war folgender: ich wollte erst in den Frühlingstagenreisen, um sie zu genießen. Eine kleine Zeit wollte ich bei meinen Freun-den in Tirol zubringen, dann während des Sommers in Oberitalie» ver-weilen. Gegen die mildere Herbstzeit zu wollte ich dann südlicher gehen,den Winter in Rom und den Sommer im Albanergebirge znbringen.Endlich wollte ich nach Neapel reise», und im Winter dort, im Sommeraber auf Capri wohnen. Hiebei würde ich einmal Sicilien besuchen.Der dritte Winter würde in Florenz verlebt, und der nächste Frühlingdarauf würde mich wieder in der Heimath sehen.
Ist die Reiselust dann gelöscht, dachte ich, so bleibe ich zu Hause,erwacht sie wieder, so besuche ich dann andere Länder, da ich ja in meinerBehausung nichts zurück lasse, das sich nach mir sehnt.
Auf der Post nahm ich von meinem Knechte und von den PferdenAbschied, ließ alle meine Leute grüße», trug ihnen genam Obsorge überdas Hauswesen ans, und fuhr dann, da mein Gepäcke indessen umge-packt worden war, in die fremden Länder hinaus.
Ich rückte nun an Berg um Berg, an Thal um Thal vorüber. DieReise übte, wie es jede an dem Menschen thut, einen sehr wohlthätigenEinfluß auf mich aus. Das gleichmäßige Einerlei, in welches mich das