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die mit einer solchen Verfahrungsart verbunden ist; theils des Gegen-satzes wegen, da nach vermuthetcr Armuth ein solcher Reichthum zumVorschein gekommen war. Blos Treulust hatte für sie eine Schwächedieses Lebens abgegeben: sie hatte den Sitz mit vieler Freundlichkeit undmit einem Gcschmacke ausgestattet, den man der alte» herben Frau nichtzugemuthet hätte, sie ließ das Besitzthum immer im besten Baustandeund Betriebe sein, und gab cs endlich dem einzigen blutverwandten We-sen, das sie noch auf der Erde hatte, zur Erbschaft. Ich reifete, als mirdiese Dinge durch die Gerichte bekannt gemacht wurden, nach meinemneuen Eigeuthume, fand es unendlich herrlicher, als mein altes, ver-kaufte daher alles, was ich mir mit so vieler Mühe und so vielem Flcißezusammengcrichtet hatte, und übcrsiedelte mich in meine neue Wohn-stätte.
Ich hatte in meinen früheren dürftigen Zeiten ein sehr schönes Mäd-chen gekannt. Ich weiß nicht, ob ich cs liebte, was man lieben nennt;jenes Lodern, Leiden und Sprudeln, was ich an meinen Freunden sah,wenn sic liebten, war nicht in mir; aber ich hatte es sehr gerne, wennich die schöne Mathilde sah, und mit ihr sprechen konnte. Ich nähertemich ihr, zeichnete sic aus, und gestand ihr einmal meinen Wunsch, ihrnäher angehören zu wollen. Sie war nicht abgeneigt und sagte, daß siegerne einwillige, wenn ich nur so viel habe, eine Gattin den Verhält-nissen gemäß erhalten zu können. Ich hatte mir eben damals mein erstesBesitzt!)»», erworben, und legte ihr dessen Beschaffenheit vor. Sie er-widerte, cs möchte doch vielleicht noch zu wenig sei». Als ich Treulusterhalten hatte, war freilich alles zu spät; denn die schöne Mathilde warbereits mit einem Schloßbesitzcr, der in einiger Entfernung wohnte, ver-mählt. Ich war verdrüßlich, war übel gestimmt, und beschloß wenig-stens jetzt allein zu bleiben, und meinen Kohl zu bauen.
Ich begann cs auch und die Sache fügte sich nach und nach zu-sammen.
In jener Zeit dachte ich wieder an die Schwestern Milanollo. Wennich nämlich manchmal Abends, da meine Leute etwa gar schon zur Ruhegegangen waren, oder hinten an den Wirthschaftsgebäuden saßen undplauderte», einsam in meiner grünen Stube saß, und nichts um michwar, als die schönen Kupferstiche, die ich von der Tante geerbt hatte,nahm ich gerne meine Geige aus ihrem Fache, und geigte mir etwas vor.