auf seinem gegenwärtigen Standpunkt kennt und erkennt, hinauf-folgern zu dem, was seinem Blick noch entzogen ist. Und weranders, als Gott selbst, legte, wie in die entfaltete Natur, so inden entfalteten Geist, das Wahrzeichen vom Anfang der Wesenüber Wesen zum Herrlicher» und Vollkommnern?
Ich sehe das Sachliche der Natur, die bewegenden Kräfte be-schränken, und wieder non diesem beherrscht, zu Atomen und Welt-körpern verdichtet, in wunderrcichen Gestalten und Ordnungen;sehe, waltend über beide, die Macht des Belebenden, wie sie beidegewältigt nnd in sich, als Abspiegelungen der Natur-Einheit, zuEinheitsgebildcn gliedert, zu Pflanzen- und Thierschöpsungcn,deren Heimaten Milliarden Sonnen, Erden und Monde des Uni-versums find; sehe, wenn auch in mindrer Allgemeinheit, aberhöher und anstauncnswürdigcr, das Reich des Seelischen, nnd wiedie Natur in ihm zur eignen Gewährung ihres Wesens fich er-hebt, ihr Selbstgefühl wird; sehe, über fie erhaben, eingcklcidctin den Rcichthum aller ihrer Wirksamkeitssphären, die Fülle derfich, und fie, und Gott wissenden Geister, mit einem Gesetz,welches nicht das der Natur, und doch mit ihm im Einklang ist.Sie bezeugt, nnd der menschliche Geist weiß, er sei unmöglichselber das Allerhöchste in der Wcsenkette; sondern etwa nur wiederein Mittelglied, welches die Natur mit dem Reich des Allerhei-ligsten verbindet. Er ist gleichsam Bürger zweier Welten, diebeide in seiner Sphäre schon in einander rinnen.
Und wo endet diese unendliche Himmelsleiter? Wo kann Un-endliches enden? Wesen mögen über Wesen emporgehn, derenVollkommenheit nnd Reichthum wir so unfähig find zu ahnen,als die Thicrscele die Hoheit unscrs Geistes; Wesen, deren Ver-mögen so erhaben über das Vermögen unsrer Vernunft ist, alsdie Vernunft über das sinnliche Gefühl. Sie mögen emporgehnvom Herrlichen, bis >fie fich im Allcrhcrrlichsten verlieren, — in