Vi. Der Geist
4L. Entwicklung des Geistes. GestttungSstufen des Menschen-geschlechts.
Es überrascht uns in der Geschichte der Natur, oder ihrerWirksamkcitssphären, so weit uns der Gesichtskreis in denselbengestattet ist, die Wahrnehmung eines wunderbaren Gleichlaufes(Parallclismus) all' ihrer Thätigkeitsweisen; überall stufcnwciserEntwickelungsgang ihrer Schöpfungen vom Samcnkcim zum Voll-kommncrn. Selbst die scheinbar todten Stoffgebilde waren vor un-zähligen Jahrtausenden noch nicht was heut. Selbst der Welt-körpcr, den wir bewohnen, war nranfänglich nicht in seiner gegen-wärtigen Vollendung. Er schwamm gleichsam, als Embryo, imSchoos der Himmel, und zog aus dem Aethcr, wie ein Säugling,die nährenden Nrstoffe des Aethers an sich, die sich zu Ursels ver-dichteten und gestalteten; dann zu Ucbergangs -, zu ältern und jün-gernGcbirgslagcrnschaaligübercinandcrlcgtennnd nach manchen vul-kanischen Ausbrüchen, Landcmporhcbungcn und verwüstenden Sünd-stuthcn, die bis jetzt gebliebne Form gewannen (47.).
Doch wie lange Zeiten verflogen dem Erdball, bevor sich überseinen Gebirgs- und Land- und Mccrbildungen, aus den vielar-tigcn Gcgensätzlichwerdungen der Materien und Bewegkräftc, einzu Belebung veredelter Stoff schied! (44.) Auch er war anfäng-lich nicht, was er in der Folge der Jahrtausende geworden ist.Die ticfern Felsrinden des Erdkörpers zeigen uns nur noch seltne