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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
Seite
355
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stufenwcis zu größerer Herrlichkeit erschließt. Eben so weiß sichdas Geisterthm» auf Erden, nicht nur im Vonsich- und Andern-Wisscn, lichter werden, sondern auch in Sclbsthciligung empor-gehcnd (75.). Die Natur bezeugt, der Geist erkennt, in ihrenErscheinungen, als Welt, in seinen Erscheinungen, als Gedank-liches , ein unwandelbares Gesetz, daß ans dem Allgemeinen undEinfachen des Seins das Bcsondre und Einzelne quelle. DieNatur bezeugt, daß sie, als das sich Unbewußte, der Geistweiß, daß er, als kein Allwiffcn und nicht Nllvermögcn, imewigen Reich der Wesen nicht das Einzige, noch weniger dasVollendetste und Höchste sei (106.). Es durchleuchtet ihn einLicht andrer Sphären, als der Sphären der bewußtlosen Nalnr.Er trägt in seinem Ich eine übcr-natürliche Offenbarung (114.),ein Wissen von Gott (115.). Ihm ist, außer dem Naturgesetz,ein anderes, neben Wahlfrcihcit, geworden, welches ein Daseinund ein Reich fordert, welches über das Irdische hinaus liegt (80.).

Wo und wie dies unbekannte Reich sei, wer und was Gottsei, ist, wie alles Wesende an sich, obgleich Urgcwnßtcs (6.), den-noch Unbcgrcifbares (19.). Aber, so weit jetzt schon unser Hori-zont in der Unendlichkeit des Wesens und Seins reicht, spiegeltsich uns, im Bekannten, das Unbekannte entgegen. Und jenesGrundgesetz des fortwährenden Uebcrgangs vom Gleichartigen zumGleichartigen, vom Einfach-Allgemeinen zum Besonder,, undReicher-Vollendeten, welches in dem schleierlos vor uns liegendenThcil des Weltalls gilt: berechtigt es nicht, an Geltung fürdck8 im Ewigen noch Verschleierte zu glauben? Die menschlicheVernunft sucht, inner ihrer Bcgränzung, vergebens einen ander»Maßstab für das, was jenseits ihrer Gränzen wesen mag, wäh-rend der Geist doch Offenbarung seiner ewigen Unvcrnichtbarkeitund der ewig waltenden Gottesmacht in sich trägt. So darf er,nach Gleichmaß (Analogie) und Ähnlichkeit dessen, was er schon