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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
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VIII. Gott

114. Der Gottgedanke.

Wohin im Ewigen der Weg der Geister, und welchen neuenVerhältnissen und Zuständen er entgegen fuhrt, das liegt demSpähen des Verstandes im tiefsten Dunkel. Auch ist's schlechthinUnmöglichkeit, Vorstellung von dem zu bilden, was und wie derGeist auf höherer Vollendungsstnfe sein möge, ohne schon aufsolcher Stufe zu stehn. So tst's auch unmöglich und vergebens,dem Blindgcborncn Vorstellungen vom Eigcnthümlichen des Sehens,vom Zauber des Lichts, von Pracht der Farben, Formen, Nähenund Fernen beiznbringcn. Er versteht uns erst, wenn er selbersehend wird. Sv bleibt dem vollkommensten aller Thiere die Klar-heit und Macht des menschlichen Geistes, mit der er sich zumBändiger der furchtbarsten Geschöpfe macht, die Elemente zügelt,den Lauf der Welten durch die Himmelsräumc berechnet, und daserkennt, was allen Sinnen verborgen ist, ein verschlossenes Gc-hcimniß. Das Thier müßte Mensch werden, um dessen höheresWescnthum zu begreifen. Und würde jenseits uns im Seelischen,auch nur ein einziger neuer Sinn anfgcthan: so wäre darin eineWeltverwandlung. Und entfaltete sich im Geiste ein Ver-mögen, weit über alle Vernunft empor: das göttliche All strahltein andcrm Glanz.

Im ersten Augenblick des Nachdenkens mag uns seltsam dünken,daß, während wir im engen Horizont nnscrs Wissens, von aller