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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
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nisse und Bedürfnisse des gesellschaftlichen Lebens werden mußten.Sie waren, in eigentlicher Wortbedeutung, bloße Weltweise.Andre hinwieder, ohne umfassendere Beobachtung und Erfahrungvon Gesetzen und Wirkungen der Natur in deren unermeßlichemReiche, mehr in sich selbst gekehrte Schul- und Stubenge-lehrte, beschäftigten sich ausschließlicher mit Betrachtung der Ver-mögen, Erkenntnißgesetze, Ideen und Bestimmungen von Thätig-kcitsweisen des menschlichen Geistes. Sie fanden in ihm, in seinerGedankenwelt, die Gesammtheit des vorhandenen Alls. DasDraußen ward ihnen zum chaotisch Fremden, welches nur imKaleidoskop des Geistes, durch Nothwendigkeit in demselben, ge-ordnetes Dasein empfing. So ward ihnen die gesammte Wirklich-keit zu einem Reich von Ideen und Begriffen; der Geistalleiniger Schöpfer dieses Reichs; er, oder der Gesammtgeist derMenschheit, der Gott darin; Wesen und Sein das Gleiche; unddas vom Geiste Ungekannte ein Nichtvorhandenes. Sie mußtennothwcndig ans dem Wege des Reinbegrifflichen zur Vergeistigungdes Alls, zur sich selbst Vergötterung des Geistes (znm Idealis-mus und Spiritualismus) gelangen, und, mit der Wirklichkeitaußer dem Geiste, auch einen höhern Gott verlieren; weil dieserselbst nur gedankliche Schöpfung war, oder sich mit ihm, demWesen-All, für eins und dasselbe (identisch) halten. Sie warenim strengsten Sinn des Wortes bloße Schulweise.

Widerspruch und Unzureichendes, welches in den Ansichten derEinen, wie der Andern, unvermeidlich auf dem gewählten Wegemittelbarer Erfahrung, von Außen, oder reinbegrifflicher Vorstel-lungsweise, führte andre Denker zum Zweifeln an der Wahrheit(zum Skepticismus), zum Mißtrauen gegen Möglichkeit unbedingterGewißheit. Dies war einst mein Loos, bis ich die Aufmerksam-keit, aus dem Gebiet des Unbedingten der Ideen und des Rein-gedanklichen, auch dem ewigen Walten der Natur, und dem wun-Zsch. Selbstschau, ll. 12