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oder verfluchen. Während ihr Denken gottesvoll ist, erscheint ihrWollen und Wirken gottlos.
Das kindliche Vcrhältniß der Menschen zum Allvaterder vorhaudncn Wesen hat Jesus Christus in unübertrefflicherKlarheit und Wahrheit ausgesprochen. Und er heiligte sich indieser Wahrheit, wie er auch jeden in ihr heiliget, der sie in seinSelbst ansnimmt. Und jeder empfängt sie in sich, wie ans demeignen Selbst Hcrvorgctrctenes, weil das Höchste unmöglich men-schenthnmlicher ausgesprochen werden kann, für den scharfsinnig-sten, wie für den ungeübtesten Denker.
Doch will ich, um die Welt- und Gott-Anschauung in sichselber abzuschließen, auch die Idee vom Verhältniß des Aller-höchsten im und zum unendlichen All des Vorhandnen darstellcn,wie sic aus dem bisher Gesagten, hervortritt.
120. Gott das Höchste und Ginc des Alls.
Die Meisten derer, welche sich der Erforschung von den wichtig-sten Angelegenheiten des Menschengeschlechts znwandtcn, scheinenmir darum oft irre gegangen zn sein, weil sie, schon in Vorbe-reitung ihrer Untersuchungen, einseitig verfuhren. Die Einen be-gnügten sich mit dem Schatz von Kenntnissen, welchen sie, auf demWege der Erfahrung, über Naturerscheinungen gesammelt hatten,ohne sich genauer um das Gesetzthum und cigcnthümlichc Verfahrendes Geistes in seinen gedanklichen Wirksamkcitsweisen zu kümmern.Sic gelangten auf ihrem Erfahrungswcge zur Vergötterung derStoffe und bewegenden Natnrkräftc (zum Materialismus), undverloren weit Edleres aus ihrem Anblick: die Hciligthümcr derMenschheit, sittliche Weltordnung,, Wahrheit, Recht, Tugend,Unsterblichkeit, welche ihnen leere Phantome, oder bloße Erzeug-