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»och nicht den Theologien und Philosophien der Sterblichen. Manwollte mehr wissen. Man fragte: Wo ist Gott? und was undwie ist Gott? Man forderte eine Vorstellung von der „Persön-lichkeit Gottes."
Eine verzeihliche Forderung des Sterblichen, auch des weisesten!Verzeihlich, weil auch der Weiseste nur, vermittelst seiner äußernund inner» Sinne, gleichsam ans den Mutterbrüstcn der Naturerst Nahrung sangt, und daher fast sein gestimmtes Gedankcnthnmvom Sinnlichen durchflossen besteht. Selbst die so erhabene,als menschlich-schöne Idee, welche Christus von der Gottheit(117.) darstcllte, genügte den Kindern des Staubes nicht immerganz. Sic kleideten sich das Urwescn des Alls noch weit sinn-licher, noch weit menschlicher ein; oder aber, wenn ihnen die Vor-stellung einer mcnschcnhaftcn Gottheit zu niedrig und thörichtschien, schufen sie sich das unbekannte Höchste ans dem Gekannten,»nd setzten sic das gesammtc Weltall, oder das hinter demselbenunsichtbar Wesende, die Natur, oder die sie und sich wissende all-gemeine Geistheit des Mcnschcnthums auf den Thron des Aller-höchsten. Sowohl die Einen, wie die Andern, waren und sind inmehr oder minder sinnlicher Denkweise bestrickt und gefangen. Sietummelten sich entweder im geschloffenen Kreise ihrer abgezognenund reinen Begriffe umher; oder im schönen Irrgarten der Fanta-sten und Gefühle, in welchem sie Gottes Persönlichkeit, nach demEbcnbildc irdischer Fürsten, mit Hofstaat von Engeln, Erzengeln,Heiligen und Hciliginnen umringten. Was vermochten sie anders?Sic konnten nicht aus sich, nicht über sich hinwcggchn.
Denn ihr Wissen von dem, was weset, hatten sic zwar durchdessen Einwirkcn empfangen, aber darum noch keine Vorstellungvon dem, wie das Wesende in sich beschaffen, oder was cs ansich sei. Der menschliche Geist sogar besitzt eigentlich nur einhalbes Wissen seines Selbstes, nämlich das Bewußtsein des