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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
Seite
349
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kcit des GcmüthS, Vian sagt mit Recht!Tugend belohnt sichselbst"; kann nicht irdisch vergolten werden.

Wenn ich einerseits wahrnchme, daß der Geist des Menschenden Lohn seines Strebcns nach Vervollkommnung, nicht in Außen-ringe», sondern eben in dieser Vervollkommnung selbst findet;anderseits, daß weder in ihm, noch in der Natur außer ihm, einsprnngweiscr Uebergang vom Tiefen, zum Höher», von min-derer zur größere, Entfaltung, erkannt wird, sondern ein all-mäligcs, stnfcnwciscs Fvrtschrcitcn vom Gleichartigen zum Gleich-artigen: so erkenn' ich, daß der Geist nach seiner Trennung vonder irdischen Hülle, oder nach dem Leibcstode, durchaus der-selbe, mehr oder minder, veredelte, bleibt, der er gewesen ist.Die Stufe, welche er auf der Erdenwclt errungen hat, bleibt diescinigc, nach dem Uebcrtritt in andre Verhältnisse des unend-lichen Gottcsrcichs. Der Thicrmcnsch verwandelt sich nicht plötzlichin den vollkommncn GottcSmcnschen; der sündige, blinde, schwacheGeist nicht plötzlich in den vollendeten, heiligen. Es verträgt sichweder mit dem göttlichen Gesetz in unser», Innern, noch mit denlehren der Natur, jener Glaube, daß der Geist nach dem Tode,durch Bitte oder Verdienste Anderer, crhöhcter werde,Seligsind, die reines Herzens sind, denn sic werden Gott schauen!"Das ist göttliches Gericht; ein anderes, als menschliches!

119. Von der göttliche» Wesenheit,

Jene llrgcwißheit vom Dasein und Walten eines höchstenWesens, jene uncntrcißbarc Ucbcrzcugung von einer göttlichenGesetzgebung und Ordnung, ist zuletzt die Achse, um welche sichalle Theologien und Philosophien drehen. Doch genügte auch das