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gehören ihm nicht mehr. Sic sind einer fremden Gewalt anheim-gefallen, die nach eignem Gesetzthnm verfügt. Ihm gehört alleindie Wahl der Handlung, die in ihr gewaltete Absicht an; diegute, oder böse; vernunftgemäße, oder vvm Gesetz der Heiligkeitverworfene. Das Gute, was er bezweckt, kann in der Wirklich-keit zum Unheil entarten; das Nebel, welches er stiften möchte,scgcnvoll nachwirkcn. Doch ihm gebührt weder der Ruhm vondiesem, noch der Vorwurf von jenem. Darum ist des MenschenUrtheil trnglich, der nur die Th at sieht; darum geht seine Ncchts-vstegc mit verbundenen Augen einher!
Hat der Geist des Sterblichen keine Gewalt über das Schick-sal, so ist auch er hinwieder dem Gebot desselben nicht unter-than. Er kann die Ereignisse des Tages und der Stunde nichtabwchrcn; aber mit Besonnenheit und Kraft auf sie zurückwir-ken, treu dem eignen Gesetzthnm. Wer Ehre, Rang, Pracht,Rcichthum und andre Scheingütcr des Lebens nicht, als Wesent-liches des irdischen Daseins, über Alles liebt, sondern Sclbsthci-ligung durch Gerechtigkeit, Güte und Wahrheit, steht über jedemSchicksal erhaben. Das Geschick kann ihm Gesundheit, Freiheit,selbst Leben rauben; aber nicht Tugendsinn, nicht Liebe und Wahldes Heiligen, nicht Unsterblichkeit. Der Heldcnmnth des Geisteskann und wird eher das Band zwischen sich und der Natur zer-reißen, als das Band zwischen sich und dem Göttlichen.
Nur der menschliche Leib, dies Eigcnthnm und Werk derNatur, bleibt, mit Allem, was ihm in der Sinnlichkeit zusteht,ein Spiel der Verhängnisse. Der Geist soll es nicht sein! Wirleben wohl in der Natur, aber nicht für sie: sondern für höhereSphären der Geister und für das Göttliche in denselben. Werfür die Natur lebt, ist, wie jedes beseelte Thier, ihr Knecht. Wirleben nicht für uns allein, sondern für Andre unsers Wesens.Wir sterben nicht allein unsrer Wilsten, sondern auch Andrer