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Durch JcsuS erst ward die Selbstoffenbarung Gottes, die sichden Sterblichen lange Zeit in ungewissen Ahnungen kündete, zumreinen, lichten Bewußtsein erhoben; durch ihn das Vcrhältnißunser« Wesens zum höchsten Wesen, durch ihn das Gebot derGcistesfrcih eit und S e l b sth e i l i g n n g von Irrungen des blödenVerstandes, von Schnörkeln der Schulsysteme, von Sophismenirdischer Selbstsucht geläutert; durch ihn der Blick in das Ewigebeseligend. Und was von diesem Allen in der Vorwclt nur stück-wcis, mangelhaft, oder mehr oder minder fantastisch und ver-worren, in Mysterien der Priester, in Schulen der Wcltwcisen,nur einzelnen Nationen, einzelnen Auserwählten, mitgctheilt wor-den war: das ward, durch ihn, was cs sein sollte, Gemeingutdes menschlichen Geschlechts. Er aber gewährte cs in einerVollendung, wie cs die scharfsinnigsten Denker, vor und nachihm, nicht vollendeter gewährt haben und gewähren konnten; nndzugleich in einer Einfalt und Klarheit, daß selbst Unmündigennd Wilde die ewigen und höchsten Wahrheiten, wie er sie, loS-gcschält von Kirchlichkeiten und Nationalitäten, gab, nicht bloßals Erlerntes, glaubten, sondern mit Ueberzeugung begriffen.Sein Wort war kein Räthscl für die menschliche Vernunft, son-dern eben das, was sie in sich selber befriedigte; war die einzigmögliche Lösung des dunkeln Welträthsels für sie. Ein trübesWissen und Ahnen vom Götrlichcn ward, durch ihn, zum Wort.
Dies Wort der frohen Botschaft, seine Lehre, war nicht seineLehre und Offenbarung, sondern, wie er selbst sagte*), Gottesin ihm; nnd war, wie er selbst sagte, eine Wahrheit, welchejeder erkennen kann, weil sie schon in jedem Geiste von Gott ge-geben wohnt**), und ihn von de» Fesseln des ThierthumS frei
') Zoh. 7, 1k. 17.") Rom. 2, 11. IS.