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Schöpfungen der Natur anstannen, voll unerschütterlicher Gültig-keit und Kraft verbleiben müssen.
Es haben Sokrates, Plato und Zeno, alle erleuchtete,tugendhafte Weisen, die wir immer noch mit Ehrfurcht nennen,gelebt und gelehrt, bevor Christus kam. Wir kennen ihre Ideen,und bewunderungswürdigen Vernnnfttränme von göttlichen Dingen.Sie waren Glanzpunkte im Gcisterrcich ihrer Zeitalter. Sie sindcs nicht mehr für das heutige, in welchem wir, von höhcrnStandpunkten der Wissenschaft und Natnrkcnntniß, ihre FehlschüsseNachweisen. Wer weist hcnt aber, in der Lehre Christi von gött-lichen Dingen Jrrthümcr und Fehlschlüsse nach, wenn dieselbennicht erst durch spätere Mißverständnisse und Auslegungen hinein-gctragcn worden sind?
Aber jene Weisen des Altcrthnms, aber Moses, Zoroaster,Consutsc und andre Propheten und Lehrer der Vorwclt, er-scheinen dem Beobachter, im Sein der Zeiten, jeder wie ein Jo-hannes der Täufer, nur als Vorgänger Christi, die ihm denWeg bereiteten. Was sic lehrten, war das Höchste für ihre Schule,ihr Zeitalter, ihre Nation. Religiöses Sein ist das wirkliche Gei-stes-Leben der Völker, welches deren Wandeln und Handeln mäch-tiger regelt, als das bürgerliche Gesetz. — Nach jenen Vorarbei-tern kam Jesus Christus, und ward das Licht, nicht seinesZeitalters, sondern aller Zeitalter; nicht seines Volkes, sondernder Menschheit. Er ist der Vorläufer keines Weisern geworden.Und wenn noch hcnt Zwiespalt herrscht, trägt nichtseine von ihmverkündete Wahrheit die Schuld, sondern Jrrthum und Schwächeseiner Verkündiger. Es gibt nicht zwanzig, dreißig Christcnthümcr,sondern nur ein einziges Christenthum; und dieses ist die wahreWcltreligion; und dies ist sic, weil göttlichen Ursprungs; undsie ist dies, weil geläuterte Sclbstofsenbrrnng der Gottheitim Wesen aller menschlichen Geister. .