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die Sclbstoffenbarung Gottes*) tm Geist. Und was würde auchmit jenem Vcrnunstglanben, oder Sclbsttrost der Vernunft, ge-wonnen, ohne Wissen der Wirklichkeit des Ur's aller Wesen? Eswäre damit wohl ein Schlußstein des gesammten Gedanken-Werks gefunden; doch wie mag dies Beruhigung gewähren, wenndennoch in dem Draußen der Schlußstein des gesammten Wescn-thnmS zweifelhaft bliebe?
Es kann aber in der Welt der Gedanken nichts vorhanden sein,was sich in ihr nicht entweder aus der ungewissen Wesenheit desGeistes, oder durch Erregung vom außer ihm Wesenden, als Vor-stellung abspiegclt (8.). Was irgend die edelste oder wildesteImagination Bcwnndcrnswerthcs, oder Unnatürliches, zusammen-gcstalten mag: cs ist immerdar ans Einzelheiten dessen in einan-der gefügt, was schon im Gedächtniß aufbchalten lag. So ge-winnen wir anderseits Kunde vom Göttlichen, weit über die Na-tur und ihre Erscheinungen, selbst über den Geist und seine Vor-stellungen hinaus. Wie könnten wir den Gedanken des Unend-lichen, des Ewigwahrcn, des Heiligen, in uns Hervorbringen,wir, denen in der Welt nur Endlichkeit, Sündhaftigkeit undTäuschung begegnet, wenn das in ihr und von ihr Nie-Erfahrenenicht unmittelbar aus der Urhcit und wesenhaftcn Wirklichkeit un-scrs Geistes erscheinend wurde? Der unwissende Wilde mag durchFurcht oder Bewunderung inmitten der Natnrwirkungen zur Ahnunghöherer Mächte, der entfalteten Geist des Denkers durch dasWundcrreich der Anßcndinge zur Hellern Erkenntniß des Gött-lichen geführt worden sein. Aber die Menschheit konnte nicht fin-den, was nicht schon, vor aller Furcht und Bewunderung, undnicht schon vor allen Gedanken m ihrem Geisteswescn, vorhanden
*) Rom. 1, 19. 20.