Uubcdingtwahren und Unbcdtngthciligen, welches in ihr, der sichUnbewußten, nicht erscheint. Eben so drängt ihn auch das Schick-sal von allen Seiten stets aus sich selber zurück.
Was die Natur in ihren Gesetzen fordert, erfüllt sic in allerVollendung. So erscheint sie, auch tin Wechsel der Dinge, alsdie Gleiche und Beharrende; auch in der Mannigfaltigkeit jedesihrer besonder,: Gebilde, als ewige Einheit; auch im Endlichenals Unendlichkeit. Aber nicht also der Geist. Er ringt nach demUnbedingtwahrcn, ohne cs erringen zu können; will das Unbedingt-heilige und Gerechte, und kann es nicht erstreben. Es liegt nocheine ungeheure Kluft zwischen seinem Wescnsgesctz nnd der Er-füllung desselben! — Und eben diese Kluft deutet nicht nur aufsein Fortdauern; denn er macht keine Ausnahme in der Ordnungdes göttlichen Alls von allem andern Wesenden; sie deutet nichtnur auf seine wesentliche Verschiedenheit von der Natur: sondernauch auf seine Ungleichheit oder Verschiedenheit mit andern geistigenEinzelwesen. Er ist sich bewußt, daß die Tugenden andrer Menschennicht auch zugleich seine Tugenden, und die Sünden aller Sterb-lichen nicht zugleich seine Sünden sind. Jeder ist sich nrbewußt,was er in sich errungen habe, das habe er seiner Selb stheit,nicht der Gesammtheit aller Geister errungen.
Es besteht offenbar ein andres Walten des, was im Reich derNatur und des, was im Reich der Geister herrscht. ZwischenBeiden ist die unverkennbare Scheidelinie gezogen, jenseits wel-cher dort das Gesetz der freien Selbstbestimmung gilt. Dasgöttliche Wesen-All wird sich in beiden gewissermaßen von neuemgegensätzlich; ein Andres, und Verwandtes; nnd das Seelischebildet den in einander verschwimmenden Ucbcrgang beider Reiche. —Jenseits der großen Scheidelinie erkennen wir überall die Heim-kehr der erschienenen einzelnen Wesenartnngen in ihren Urquell;der Körper in ihren Urstofs, der bewegenden Kräfte in ihre Ur-