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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
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Lchheit. Ohne diese Aussicht wäre die Todesfurcht, wäre dasLeben selbst, das entsetzlichste Geschenk, welches der Schöpfer demSterblichen hätte geben können.

Doch ein Fortwesen des Geistes nach der Todesstunde, in sei-ner reinen Selbstheit, ohne Verbindung mit dem übrigen Welt-all; daher ohne Angercgtwcrden von diesem zum in sich Gcgcn-sätzlichwcrden, zu Vorstellungen und Gedanken; ein unabänderliches,wahrnehinungsloscs Hinbrntcn über nichts; ein ewiges wissendWesen ohne Gewußtes; ein freies Wollcnkönncn, ohne Wahl; einHeiligscin ohne Heiligwirkcn,- das wäre zwar keine gänzlicheVernichtung, aber würde ihr gleich kommen. Es wäre der uner-füllte Geist; ein leeres Vermögen, das nichts vermag; eine Ur-rsach ohne Wirkung; ein crinnernngsloses Schweben im Vorhand-ne»; und die Ewigkeit wäre kaum gleich einem Augenblick derGegenwart. Die Vernunft stößt solche Vorstellungen, als sichWidersprechendes, ab. Wir würden wahrlich schon in der mensch-lichen Hülle vollkommncr sein, als es in jener Weise nach demTode möglich wäre.

Der allgegenwärtigen Natur urverwandt (27.), bleibt der Men-schcngeist, ihrem unermeßlichen Dasein nucutziehbar; im ewigenVerbände mit ihr, welchen Welten er sich einst auch zuschwingcnmöge. Sic umfaßt ihn in ihrer Gränzcnlosigkeit. Das Nr undHöchste aller Wesen, erhaben über sic, ist »«geschieden von ihr;denn eben sic ist nur sein Wort zur Gcistcrwclt, ist Gottcswort.

Als Vermittler zwischen Natur und Mcnschcngcist steht dasSeelische, durch welches sic ihn erregt, und er sic erregt (78.);durch welches sic sein Gewußtes, er das Wissen von ihr und Er-füllung seiner eignen Wesenheit (20.) wird. In ungetrenntcr Ein-heit sachlich wirkend, ist sie auch die Nrscele des Alls (55.), unddas All ist von dieser, möcht'ich sagen, durchflossen. Und gleichwieans der Fülle der seelischen Wirksamkeitssphäre sinnliches Gewah-