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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
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tigkeit, oder Untüchtigkeit, der ihm dazu vom Leben gewordenenWerkzeuge und von Einwirkungen äußerer Verhältnisse ab. Je nachBeschaffenheit der äußern oder innern Organe kann er, durch Uebungderselben, größer» Scharfsinn, oder Witz, oder Beobachtungsgabe,oder andre bewundernswürdige Fertigkeiten erwerben und äußern.Je nach Maßgabe der Umstände, des Unterrichts und der Erfah-rungen, kann der seelische Gcdächtnißstnn mit mannigfacher» Kennt-nissen ausgestattct werden. Allein diese Fertigkeiten, Kenntnisseund Wissenschaften sind nicht der wesende Geist selbst, sondern nursein Gewußtes. Er bleibt das Wissende derselben. Niemandkann dem andern mehr Geist geben, sondern ihn nur, durch Er-regung, vermittelst des Wißbaren, zur Thätigwcrdung in sich stär-ken und, im Vonsich- und Andern:-Wissen, läutern und steigernzum Erkennen des Höchsten, des Nicht-Irdischen, des Ewigen.Der in der Wissensmacht des Göttlichen sich selbst verklärendeGeist bleibt, was er war, auch nach der Abscheidung von seinerirdischen Hülle. Bliebe er cs nicht: so ständen das im todten Fcls-block Wesende und der Gott denkende Geist in der Reihe der We-sen auf gleicher Höhe neben einander.

HI. Der eiitkörpcrtc Geist zum Weltall.

Das beseelte Thier, wenn.es auch instinktmäßig für Uuvcrlctzt-hcit seines Lebens streitet, hat eigentlich keine Todesfurcht;denn es besitzt keine Kenntniß, so wenig seines Lebens, als seineserfolgenden Todes. Es fühlt sich aber in beiden, unbewußtbeider. Der Mensch allein hat Wissen vom Tode, durch Erfahrung,gewonnen; aber auch ein Wissen vom Unendlichen und Ewigen,ohne mittelbare Erfahrung, in ihm selbst Gewordenes. Er hat,durch die Natur seiner Lieblichkeit, Todesgraun empfangen; aber,von anders her, unzerstörbare Sicherheit des Fortdauerns seiner