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oder Verbrechen, und mit ihnen vcrbundncn Leiden; sonder» derirre Witte des Sterblichen ist's, mit welchem er alle Kraft seinesVerstandes in den Dienst der Sinncnlust hingibt, und statt denLeib zu heiligen durch den Geist, lieber den Geist verthicrt durchdas Leibliche.
Die sündcnlosc Natur vielmehr erzieht, wie schon gesagt (88.),durch Lohn und Strafen, den Geist zum Göttlichen. Sie erregtihn zum Erwachen, zum Thätigwcrdcn seines Selbstes. Sic zwingtihn zum Beobachten ihrer mannigfaltigen Einwirkungen, zum Prü-fen derselben, um sich, unter gesammelten Erfahrungen, -zu ent-falten. Sie warnt ihn, bei jeder seiner Verirrungen, bei jederSclbstvcrgessung, durch Schmerzen. Sie stößt ihn, im Wechselihrer Erscheinungen, vom Endlichen und Vergänglichen alles Irdi-schen ab, daß er sich zu seinem Selbst, zum Wesenden, Unver-gänglichen wende. Sie lehrt ihn, in einer Reihe verfehlter Wünscheund getäuschter Hoffnungen, den Blick auf das Unfehlbare, ewigWahre und Gute richten. Ist's nun Schuld der sich unwandelbargleichen Natur, wenn der Mensch im Eigensinn seiner Verkehrtheit,ihre Unvollkommenheit anklagt, statt die eigne Unvollkommenheitzu beobachten und zu vermindern? Unzufrieden mit der Gegenwart,hört man den Thoren die Vergangenheit rühmen, oder von derZukunft das Schönere hoffen. Ervcrgißt, daßdasSeindcrGcgcn-w art nur unwährnchmbarc Gränze der Vergangenheit und Zukunftist; und daß die Vergangenst eit, diese Reihe von Augenblicken,in der Masse ihres Zusammenhanges wahrnehmbar, erst durch dieGlorie der Erinnerung verklärt worden sei. Selbst der Tod, diesesZurückgeben des Leibes an die cwigschaffcnde Natur, die Entfes-selung des wesenden Geistes von seiner Hülle, diese Heimkehr indas ewige Reich der Geister, wird zu den Ucbeln der Welt gezählt,er, welcher das Ende der vermeinten Uebel ist!