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nungcn der Natur, geht dann in Bewunderung derselben über.Ans der Bewunderung quillt aber nicht mehr Furcht, sondern Liebeeiner unsichtbar waltenden Allwetshcit und allmächtigen Güte;und ans dieser Liebe allein endlich quillt das Jesuswort, und derJohannesseufzer!
Fast alle heutigen Nationen auf dem Erdball rühmen sich einer,durch Himmclsbotcn, Propheten und gottbegeistcrtc Seher ge-gebnen (positiven) oder offenbarten Religion. Die Beken-ner fast jeder solchen Offenbarung verfolgen, verdammen, oderbemitleiden die der andern; so thun Chinesen, wie Hindu's, Grie-chen, wie Katholiken, Protestanten, wie Mohamcdancr, Judenn. s w. Alle blicken, tm Stolz ihres erlernten Glaubens,mit Verachtung auf jenen mit dem Geist selbst gewordnenGlauben, welcher ihnen einem blinden Hcidcnthum gleich gilt.Und doch, was waren die Stimmen aller ihrer Rcligionsvcrkün-der anderes, als nur Wiedcrhalle der Gottcsstimmc, oder un-mittelbaren Offenbarung, die allen menschlichen Geistern imInnern ihres Wesens zu Thcil geworden ist? Wiederhall, in-mitten irdischer Umgebungen znrückgcworfcn, verworrener oderklarer, je nach den Bildungsstufen der Völker und Zeiten? Selbstdas reinste Gotteslicht, aus Jesu Christo hervorgestrahlt, wardin den Nebeln der Zeitalter wieder gebrochen und in mancherleiFarbenschimmcr von Kirchen zerstreut!
86 Gegensatz der Welterscheinungen mit de» Uridcen im Geiste.
Was ich ein „sittliches Verhältnis zwischen Natur»nd Mcnschcngeist" nannte, wird noch bedeutsamer durch denGegensatz der Welterscheinungen mit den Uridecn imGeiste (79.). Der Geist hat diese letztern nicht von den Austen-