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welchem die allumfassenden Ur-Jdeen des Wahren nnd Hei-ligen hervorsteigcn, nnd diese, vermählt mit dem Scelisch-An-muthigen tm Gcmüthe, zur Idee des Schönen werden (92.).Diese Ur-Jdeen sind die cigenthümlichcn Triebe des Geistes,sich äußernde Forderungen seines Wesens; sind die unvergäng-lichen Sonnen seiner eignen, tnncrn Welt, deren Abglanz darinzu Urbildern von ihnen, oder Idealen, übergeht. Sie sind dashöchste Gut des Geistes in all seinem Wissen und Wollen. —Das Wahre durchleuchtet das Gebiet seiner sämmtlichcn Kennt-nisse und Erkenntnisse; und welche derselben nicht die auf sie ge-fallenen Strahlen wieder rein zurückwcrfen, stößt er von sich aus,als Unwahres, Jrrthum und Lüge. — Das Heilige ist des Gei-stes Licht, ans »»erforschbaren Höhen des göttlichen Alls zu ihmgedrungen, ihn cmporzichcnd in eine Heimath übernatürlicherWesenordnungcn. — Das Schöne ist dem menschlichen Geist derUrquell seiner vollendeten Seligkeit im Irdischen; Verschmelzungvom Glanz der Natur mit der Ucbernatnr; des Irdischen nndGöttlichen.
Aber umsonst suchen wir, und sehnen wir uns draußen, InderWelt endlicher nnd vergänglicher Dinge, nach dem Beginn des un-bedingt Heiligen, Wahren und Schönen. Es bleibt der Schatzunsers Innern. — Wie könnten wir das Unendliche ins Endlichehinausgcstalten? Da wird, wie ich früher sagte, das Heilige nurzur begränzten Tugend; das Allwahre zur einzelnen Wahrheit,und das Urschöne zur beschränkten Schönheit. Und zu ihnen ge-sellt sich, mit Verdunkelung ihres Lichts, wie Schatten, die Sünde,der Jrrthum und die Häßlichkeit.
Dennoch bleibt alles Ringen und Streben des Menschen dahingerichtet, die ewigen Kleinodien seines Geistes auch in der Weltgeltend zu machen. Er trägt Abscheu vor dem, was häßlich ist,und steht bewundernd still vor dem, was schön ist. Er fordert