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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
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den »»abwehrbaren Gedanken von bleibender Persönlichkeit rergeistigen Einzelwesen zu einem erhabner» Wissen, für welches dieNatur und ihr Gesetz keine Erfahrung, keinen Fingerzeig gibt.Was wäre Vergeltung, wenn sich der Geist in einem später»Leibe nicht mehr bewußt wäre, in einem frühem heilig oder sün-dig, oder überhaupt schon vorhanden gewesen zu sein?

28. Urverwandtschaft des Geistes und der Natur.

Obgleich, in der unendlichen Wescnvcrkettnng des göttlichenAlls, der menschliche Geist mit der Natur urverwandt, ihrNächster, ist, weiß er sich doch urgcwiß nicht eins und das-selbe mit ihr; weiß er sich gleichsam in sich abgeschlossen; Selbst-schöpfcr inmitten seiner Gedankenwelt; unabhängig sich angehörcnd.Mit erstem Anglimmcn vom Licht seines Bewußtseins, wird ihmauch seine unveränderliche, bleibende Sclbsthcit, seine Persön-lichkeit hell. Jeder Mcnschengcist erscheint sich, geschieden vonAllem, wie ein Mittelpunkt alles Vorhandnen. Sein Ich weiß,daß es nach Jahren dasselbe geblieben ist; nicht vermehrt, nichtvermindert, wie sich Stoffe, Bewegkräste, Leben und Seelischeshäufen und mehren, oder schwächen und mindern lassen in ihremEinzelganzen. Vergrößerung der Kenntnisse ist keine Vergrößerungdes Geistes; denn er ist nicht selber das Vielerlei des von ihmGekannten, sondern er ist das dieses Kennende.

Er wohnt freilich in der Natur. Er hat von ihr seine ver-gängliche Hülle, den Leib empfangen. Aber diese Umhüllung istdoch nur Werkzeug, durch welches er eine Verbindung mitihr vermittelt, und in Wechselwirkung zu ihr steht. Von ihrzur Thätigkeit erregt, wird er anfangs nur ihr Schüler. Siekann ihn aber nicht mehr lehren, als ihr eignes Selbst. Und