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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
Seite
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scharfsinnigere Denker gemeint:sondern er ist gleich ewig, wiesie ist; nicht ihre Wirkung, sondern ihre eigne Wesenheit. Sie inihrer Nrheit aber ist der Urgeist, welcher, in andern Sphärenihrer Wirksamkeit, gegensätzlich in einer langen, mannigfaltigenReihe Geistes-Artungen, oder Einzelwesen, in sich anseinandcrtritt,und in allen diesen doch wieder sie selbst ist und wirkt. Denn siebleibt das Bedingende im All; und die Dinge sind nur wandelbareFormen ihres WaltcnS und Wirkens; das Endliche in ihrer Un-endlichkeit. Das Gesetzthum des Währen und Heiligen ist auch ihrGcsctzthnm und darum in allen Geistern bestehend. Die stofsischenLcbcnsgcstaltcn der Menschen vergehn im Tode; nur die Seelenoder Geister sind das Unsterbliche, und gehn in andre Mcnschen-odcr Thierhüllen über, je nachdem sic Gutes oder Böses gethan,vollkommner oder unvollkommner geworden sind."

Sieh da, die alte Lehre von der Scelenwandcrnng!Wie kindlich auch diese Borstellungsart von ewiger Wiederkehr derSeelen oder Geister in neue Körper sein möge, ist sic doch schoneine der Höhen, zu welcher sich einzelne Forscher des Alterthnmserheben konnten; eine Höhe, welche selbst den Gipfel manches spä-tem Lehrgebäudes überragt, in welchem die Natur, als alleinigeGottheit thront, oder das mit der Materie spielende Ohngcfähr.Das Alterthnm kannte kein anderes Weltall, als nur welches derenge Horizont in sich begreift, den ans unserm Erdball das Augeüberschaut. Ihm mußte allerdings der Geist das Letzte und Höchsteim All des Vorhandncn sein. Wer jedoch wird heut, ans Stufenvollkommnerer Kcnntniß und Erkenntniß, zu behaupten wagen, daßdas unendliche Universum mit all seinen unzählbaren Weltkörper-Millionen, durch den Menschcngeist abgeschlossen und beendet sei?

Schon die Idee der Scelcnwanderungslehrc von Lohn undStrafe nach dem Tode des Leibes, spricht Ahnung von einem weitandern Dasein ans, als dem Reiche der Natur; und deutet durch