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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
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Punkt des Hochmcnschlichen. Diesen hat im heutigen Weltalternoch keine Nation eingenommen. Doch der einzelnen SterblichenViele, unter Barbaren und Civilisirten, haben ihn schon erreicht.Andre zur Nachfolge crmuthigend.

Das ist in flüchtiger Andeutung die Entwickclungsgeschichtc desmenschlichen Geistes auf Erden.

46. Der Geist ist nicht eine Natnrwirenng

Und wer ist er an für sich selber, dieser Geist? Die Fragebeschäftigte schon die Weisen des hohen Alterthnms, welche nochpflanzischcs Leben nnd seelisches Empfinden, mit Geist, verwech-selten, oder nicht unterscheiden mochten. Sie beschäftigte die Denkerspäterer Zeiten.

Ihrer Manche meinten, er sei nur eine edlere Blüte des schaf-fenden Lebens, hcrvorgcgangcn aus einer kunstreicher» Fügung nndGliederung des Leibes, seiner Gefäße und Nerven und einer fei-ner» Materie, als der von Thicrcn und Pflanzen. Er sei, wieAlles in der Natur, außer der nichts sei, ihr Erzengniß, Wiesedeandre ihrer Erscheinungen. Die Natur selbst schien solchen Den-kern, vom Sinnentrug irrcgeführt, in sich bloß ein Materielles oderStoffisches, nichts Andres, indem sie den Schein für das Wesendenahmen. Aber die Antwort blieben sic auf eine andre Frage schul-dig: Wodurch ist die Materie, die an sich stille nnd todte, zugleichdie Alles in wunderbaren Ordnungen Bewegende; der in sich ein-fache, ungegliederte Stoff zugleich Schöpfer von Gefühlen, Gewäh-rungen nnd Erkenntnissen? Wird er es Alles durch ein unergründ-liches Ungefähr? So ist die Natur selbst ein unergründliches Un-gefähr, nnd von ungefähr, Weiser, als der ihre Weisheit anstau-ncnde Mcnschengcist; so ist die Natur, oder das Ungefähr, Gott.