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geschaffnen Onalen nach Erlösung; und, mit gercistcrer Einsicht,fängt sie an, dem, was ihr Verderben gebracht, besonnen anszu-weichcn.
Es beginnt das Zeitalter der Halbbarbarei oder Civi-lisation, das ist, eines gesetzlich geregelten, bürgcrthümlichenVolks- und Staatslcbcns zum Sichcrstand und Frieden Aller,wenn auch noch nicht nach Grundsätzen des ewigen Rechts, doch,mehr oder minder klug, nach Erfahrungssprüchcn geordnet. DerMensch ist nicht mehr Leibeigner und Angehöriger der Scholle(glebss süserii>tu8), aber doch des Staates, nnd wird mit dessenLandestheilcn verkauft, vererbt nnd vertauscht. Das Fanstrccht giltnicht mehr; aber noch nicht das Völkerrecht. Die Freiheit wird schonsplitterweise in Privilegien, Rcchtsamcn, Erbständcn u. dgl. m. ver-thcilt. Lcbcnsklughcit ist noch mehr, als Vernunft. Diese wirdnoch von der Kirche geächtet, nnd der Thron gebietet, was wahrsein soll, was nicht. Künste, Wissenschaften, Gewerbe, Entdeckun-gen und Erfindungen sind im kühnen Aufschwung, aber im Dienstesinnlicher Genußsucht, des Goldes, des Ehrgeizes, der Herrsch gier.Ucbcrall Ncbcnbnhlcrei von Prachtstädtcn, Hochschulen, Handels-straßen, Armeen, Flotten, Fabriken; aber überall die Mehrheitdes Volks, zum Vorthcil des Staates, oder der Bevorrechteten,umstrickt, beengt, ausgesogcn. Die Tugend wird auf Lehrstühlen,Schaubühne» und Kanzeln gefeiert; aber in der Wirklichkeit, alsschlaue Heuchelei, oder fromme Einfalt belächelt. Doch gefälltjedem ihre Maske mehr, als nackte Brutalität; nnd jeder hält mehrauf das Urtheil der Leute, denn auf den Schrei des Gewissens,weit mehr auf seine Sitte, als strenge Sittlichkeit. So ringt dieHalbbarbarei, schwankend zwischen Glauben, Unglauben nnd Aber-glauben, nach Selbstrettung, unablässig von der strafenden Geißeldes Widernatürlichen geschlagen.
Aber Zivilisation ist schon Nebergangsstnfc zum Stand-