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zieht das Göttliche ins Irdische nieder, und verklärt Irdisches inGöttlichkeit. Der Jüngling, schwankend zwischen Sinnen- undGeisteslust, steht die Welt nicht, wie flc ist, sondern vernunftge-mäß sein soll; kennt keine Mittelstraße; wird Engel und Teufel;Tyrann und Sklav; erfindet was er nicht findet.
Wenn, nach diesen Gährungen, das leibliche Leben seinen Banim Mannesalter befestigt hat, der Rausch stürmischer Gefühleverflogen ist; die Fantaste mit gesenktem Flügel neben der Leicheschöner Hoffnungen trauert, und schmerzliche Erfahrung vor denGefahren geliebter Thorheiten und geheiligter Jrrthümcr warnt:dann wird Einfluß des Verstandes herrschend. Der Sterbliche,noch «»gezogen vom Reiz der Wirklichkeit um ihn her, gibt stchihm nur mißtrauisch hin, nnd das Ideale und Höhere in ihm be-argwöhnt er, als unsichere Träumerei. Er unterhandelt auf Be-dingung hin mit beiden; will seinen Vorthcil vom Irdischen undUcberirdischcn; will lieber klug sein, als wahr nnd offen; lieberdas Nützliche, als das Edle. Lebcnsbeguemlichkcit wird sein Lebens-ziel; er sich, in schlauer Selbstsucht, sein Gott. Zwar mahnt sthndas Gesetz der Heiligkeit an Höheres, als das Vergängliche. Dochder Verstand verwandelt auch dieses nur zu oft in unfruchtbareSchulbegriffc, oder in Schminke eigennütziger Begierden. — Spätgelangt der Geist zur Alleinherrschaft über das Thicrthum; dasGotteSgcsetz, die Vernunft, zum Sieg über die Macht des Irdi-schen; der Mensch zur Vollendung im Hochmcnschlichcn.
Die Entwickelungsgeschichte des einzelnen Sterblichen ist dieEntwickelungsgeschichte ganzer Nationen. Sie wohnen auf demErdball, wie Kind und Knabe, Jüngling und Mann, in sehr un-gleichen Höhen der Ausbildung; langsam ihrem Ziel cntgegcnrciscnd.
Der Stand der Wildheit ist ihr Kindheitsalter. DcrWildeauf den untersten Stufen, wie er noch den reisenden Europäernin einzelnen umherziehenden Familien Ncuhollands begegnet, ist