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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
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Außcnsinne verblende», und sogar den Selbsterhaltungstrieb desLebens abstnmpfcn kann. Eben so ist unzweifelhaft die sogenanntetolle und stille Wuth der Hunde und Katzen, der Wölfe, Füchseu. s. w. gleichwie bei ander» Thicren, Betäubung, Ohnmacht,Epilepsie u. s. w. nur Folge von vorangcgangncn GesetzcSverletznn-gen des Lebens, und irres Treiben desselben in seinen Verrichtungen,

Im strengen Sinn genommen, ist das Wort Seclenkrank-hcit eine unpassende, höchstens nur bildliche Bezeichnung für ge-wisse regelwidrige Erscheinungen von Begierden, Empfindungenund Gefühlen, Die Seele an sich selbst kann nicht erkranken,sondern nur das Leben, mit dem sie gceinct, dessen Hüterin undDolmetscherin sie ist (56,), Abhängig von diesem, wird sic zumWiderschein seiner Zustände, Des Thiercs Raserei, Liebeswnthund Wahnsinn ist, wie der Schmerz des Hungers, oder derWunden, der im Seelischen gcwordnc Roth schrei beleidigterLebcnstriebe,

Es ist das gchcimnißvollc Gebiet der Nerven der Punkt, woLeben und Seele in ihrem cngern Verkehr stehn, und sich wcch-selswcis zur Thätigkeit erregen. Hier wird die kleinste Sünde wi-der das Gesetzthum des belebenden Wesens, zum seelischen Leiden,Jede anhaltende Zerrüttung des zarten Gewebes, jeder Mangel,jedes Ncbcrmaß ihrer Bethätignng, ihrer Bewegung, oder Ruhe,bringt endlich Erschöpfung, oder verwilderte Reizbarkeit derselben.Daher dann Schwächung der Außen- und Jnnensinne, Erstorbcn-hcit oder Aufwallung des Gefühls, Wie kann die Seele sich an-ders äußern, als wie sic durch Einwirkung des Lebens erweckt ist?Oder in sich gegensätzlich zu dem werden, was nicht auf sie ein-wirkt?